Fotografie – nur Hobby oder viel mehr?


Kennt ihr das Gefühlt, wenn ihr euch für etwas so sehr interessiert, dass ihr so viel Zeit wie möglich damit verbringen wollt, das „Thema“ noch weiter zu vertiefen? Man liest alles Mögliche, schaut sich Sendungen, Video zu dem Thema an bzw. fängt das Studium in dem jeweiligen Bereich an. Ich glaube, ihr wisst es sehr gut, worauf ich hinaus will, oder?
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So geht es mir auf jeden Fall mit der Fotografie. Ich habe mich riesig darauf gefreut, das Studium anzufangen. Nicht nur, weil ich viel Theorie dazu lernen konnte, die ich noch nicht so richtig im Kopf hatte, sondern weil ich es auch als eine neue Herausforderung gesehen habe, auch Sachen zu fotografieren, die ich im täglichen Leben nicht unbedingt fotografieren würde. Somit erweitert man doch nur seine Horizonte, oder nicht? Privat konzentriere ich mich die letzten Monate nur auf die Menschenfotografie und in meinem Studium muss ich auch Produktfotografie, Studiofotografie (Juhuu!!!) bzw. Architekturfotografie betreiben. Ich fand es am Anfang etwas „anstrengend“, weil man sehr viel Zeit dafür investieren muss – wir müssen von einem Seminar ung. 15 Fotos mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten machen – und wenn man privat schon mal mit vielen Shootings angespannt ist, dann bleibt sehr wenig Zeit für andere Bereiche übrig.

Weiße Margerite_DSC1597

Jetzt stelle ich aber mit großer Freude fest, dass es sehr schön ist, die Regeln für andere Bereiche kennenzulernen, die trockene Theorie in die Praxis umzusetzen und sich in vielen Bereichen einfach auszutoben. Das ist echt toll! Ich kann es nur weiterempfehlen!!!! :). Also wenn jemand von euch darüber nachdenkt, nebenberuflich ein Fotografie-Studium abzuschließen, dem sage ich nur „Tue es! Du wirst es nicht bereuen!“. So viel dazu.

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Ich möchte aber auch kurz auf das Thema Blende, Belichtungszeit und ISO eingehen. Wir wissen ja alle, dass es drei Faktoren sind, die zu einer gelungenen Aufnahme führen – aus der technischen Sicht versteht sich. Natürlich ist der Mensch hinter der Kamera auch sehr wichtig. Schließlich muss er zuerst die Idee haben, wie er was gerne fotografieren möchte und die Idee dann auch richtig umsetzen. Das ist oft mein Problem. In meinem Kopf schweben so viele tolle Gedanken, wie ich was gerne fotografieren würde. Oft klappt es aber am Ende nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe. Geht es euch manchmal auch so? Woran kann es liegen? Ich weiß auf jeden Fall, dass man in solchen Momenten nicht aufgeben soll! Nur Übung macht den Meister! Denkt daran, auch wenn ihr manchmal verzweifelt mehrmal probiert, ein gelungenes Bild zu schießen. Am besten, wenn man die eigene Entwicklung beobachtet und eines Tages feststellt, dass man sich stark entwickelt hat. Woran erkennt man das? Ganz einfach: Schau dir einfach deine Bilder an, die du vor einiger Zeit gemacht hast. Viele davon werden sicher nicht so gut sein und du fragst dich, „wie konnte ich diese Aufnahme machen? Da gibt es doch diese und diese Fehler“. Mir geht es auf jeden Fall so und euch?

Kasia im Spiegel_DSC0211

Wenn wir aber zurück zu dem Thema Blende, Belichtungszeit und ISO kommen, muss ich ehrlich zugeben, dass ich es immer für richtig gehalten habe, im manuellen Modus zu fotografieren. In meinem Studium habe ich aber erfahren, dass es gar nicht notwendig ist, in dem Modus zu fotografieren, es sei denn man macht Studiofotos. Nicht umsonst gibt es die hilfreichen Tasten auf jeder Kamera mit Zeit– bzw. Blendenautomatik. Selbstverständlich sollte man die reine Automatik (das grüne Knopf)  gar nicht verwenden, weil man da gar keine Freiheit mehr hat und die Kamera alles für den Fotografen übernimmt. Mich würde einfach interessieren, in welchem Modus ihr so fotografiert und warum? Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag! Eure bilere