Weißabgleich – wer kennt sich aus?


„Der Weißabgleich dient dazu, die Kamera auf die Farbtemperatur des Lichtes am Aufnahmeort zu sensibilisieren. Die digitale Aufzeichnung von Bildern erlaubt eine den Lichtverhältnissen angepasste Farbtemperatur.“, ist die Definition auf wikipedia. Aber was bedeutet das konkret im täglichen Tun? Welche Einstellung soll ich wählen, um die richtige Farbtemperatur zu bekommen? Welche Farbtemperaturen gibt es überhaupt?

Ela am Wasserfall_DSC7762

Nicht jeder von uns beschäftigt sich umfangreich mit der eigenen Kamera und nicht jeder von uns nutzt die manuellen Kameraeinstellungen, um flexibel und nach eigenen Wünschen zu fotografieren. Entscheidet man sich aber für die manuelle Einstellung, muss man wissen, wann welche Farbtemperatur einzustellen ist.

5.500 Kelvin ist die „normale“ Farbtemperatur, das sogenannte neutrale Licht. Diese Farbtemperatur trifft beim Sonnenlicht oder bei der Verwendung einer Blitzanlage zustande. Nutzt man den automatischen Weißabgleich, sollte man wissen, dass die Kamera immer versucht, den neutralen Weißabgleich zu erzeugen und zu dem Zweck mischt sie solange die Komplementärfarben, bis das neutrale Grau erzeugt wird. Deswegen wird oft vor einer Aufnahme bei schwierigen Lichtverhältnissen die Graukarte verwendet, um das neutrale Grau zu bekommen und darauf die weiteren Einstellungen aufzubauen.

Kasia Frk_DSC9161

Auf der Kamera haben wir beim Weißabgleich mehrere Möglichkeiten. Wir können auf Automatik umstellen, wir können aber auch auf Sonne, bewölkt, Neonlicht usw. die Kamera einstellen. Es stellt sich somit die Frage, wie viele Kelvin das Licht im Laufe des Tages bei bestimmten Wetterbedingungen (Regen, bewölkter Himmel, dunkler Raum mit Kerzenlicht usw.) erzeugt?

5.500 Kelvin ist wie gesagt die normale Farbtemperatur, das neutrale Licht in der Kamera. Geht man weiter hoch, z.B. beim bewölkten Himmel bzw. beim schattigen Hintergrund, muss man mit 6.000 bzw. 7.200 Kelvin rechnen. Ist man in einem dunklen Raum, in dem die Kerze als Hauptlichtquelle verwendet wird, muss zwischen 4.000 und 3.200 Kelvin auf der Kamera eingestellt werden.

Kasia am Wasserfall_DSC8062

Ihr kennt sicher die Situation, in der man z.B. den Weißabgleich auf Schatten/bewölkt eingestellt hat und das Bild auf einmal bläulich erscheint oder man stellt auf Leuchtstofflampe/Kerze ein und bekommt ein gelbes Bild. Jetzt wisst ihr, woran es liegt. Denkt also bitte daran, immer den Weißabgleich richtig einzustellen, um die richtige und vor allem natürliche Farbtemperatur zu bekommen.

Solltet ihr es vergessen, ist es auch kein Problem. Weißabgleich und der Farbraum sind die einzigen Funktionen in der Kamera, die man im Bildbearbeitungsprogramm verlustfrei im Nachhinein korrigieren kann.

Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntagabend! Eure bilere