Portrait – die höchste Hürde


Ich finde die Portraitfotografie sehr schwierig. Je öfters ich versuche, Menschen oder sagen wir besser meinen Mann zu fotografieren, desto schwieriger ist es, mit dem Foto zufrieden zu sein. Kennt ihr das Gefühl, dass euch ein Foto in dem bestimmten Moment sehr gefällt und einen Tag später findet ihr das Foto eigentlich grauenvoll? Wieso ist es so? Ändert sich so schnell die Betrachtungsweise oder sieht man die Welt am nächsten Tag tatsächlich mit ganz anderen Augen? Ich bin kein Profi, ich übe erst, trotzdem frage ich mich langsam, ob auch Profifotografen mit dem Problem zu kämpfen haben? Die Antwort auf diese Frage werde ich wohl nie bekommen….deswegen muss ich mich mit den Aufnahmen zufrieden geben, die ich im Moment ziemlich gut finde….

 

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8 Gedanken zu “Portrait – die höchste Hürde

  1. Da bin ich hergekommen, hab den Post gelesen und dachte: Emotionen! Aber da hat das ja schon jemand so erklärt 😀

    Mir geht es tatsächlich besonders bei meinem Freund häufig so. Ich habe dann in dem Moment so viel Zärtlichkeit empfunden, dass das Bild mir diese sofort wiedergibt. Wenn ich es mir dann später ansehe, ohne diese Emotionen und das Bild „neutral“ betrachte, fällt mir auf, dass es eigentlich gar nicht viel hergibt, weder technisch noch an Stimmung.

    Ich finde es deutlich schwerer, Menschen zu fotografieren, die ich gut kenne, weil einem die Emotionen im Weg stehen, das Bild zu „formen“. Auf der anderen Seite ist es dann die Spannung, die Emotionen die man mit demjenigen verbindet wirklich ein zu fangen.

    Ich bearbeite meine Bilder auch, allerdings bearbeite ich nur Bilder, die ich auch unbearbeitet schon gut fand. Meist ändert sich das dann, wenn ich die fertig bearbeitete Version habe, und mir das Original nochmal ansehe. Dann sehe ich, was ich alles sofort hätte besser machen können. Ein schlechtes Bild rette ich mit Bildbearbeitung aber nicht mehr, das kommt einfach weg. (Es sei denn es hängen aus irgendeinem Grund Erinnerungen daran und ich will genau dieses eine Bild ansehnlich genug machen um es in mein privates Fotoalbum zu stecken. …:)

    Ganz Liebe Grüße

    Frederike

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    1. Danke dir für dein Feedback. Eigentlich gebe ich dir vollkommen recht, man sollte Bilder, die schlechte Qualität haben, gar nicht bearbeiten. Normalerweise mache ich es auch nicht. Es sei denn, mir ist das Bild sehr wichtig. Ich weiß, dass es gut ist, Bilder liegen zu lassen und sie sich am nächsten Tag nochmal anzuschauen, bevor man sie z.B. online stellt, da sind die Emotionen weg und man sieht das Bild mit ganz anderen Augen. Lg

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  2. Mit der Erfahrung ändert sich da schon etwas. Man weiß eher worauf man achten muss und welche Fotos funktionieren. Außerdem hat man, wenn man richtige Shootings macht eine viel größere Auswahl an Fotos. In der Regel verwende ich beispielsweise aus 300 Fotos ca. 5 Stück und langfristig bleiben meist nur 2 erhalten.
    Dass eigene Fotos mit der Zeit schlechter werden, hat auch einen einfachen Grund: Die meisten Leute können ihre Fotos nicht von ihren Emotionen trennen. Wenn ihnen ein Foto gefällt, dann gefallen ihnen die Emotionen, die sie bei der Aufnahme hatten. Später sind die Emotionen nicht mehr präsent und man stellt fest, dass das Foto eben nicht für sich spricht. Gute Fotos müssen von sich heraus sprechen und jeder Fotograf sollte lernen seine Fotos „neutral“ zu beurteilen.

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    1. Das ist eine gute Erklärung, so habe ich bis jetzt noch nie gedacht. Ich dachte, es ändert sich meine Sichtweise, aber dass das Foto mit Emotionen verbunden ist, klingt eigentlich logisch. Es ist so, dass man an die selbstverändlichen Dinge dann gar nicht mehr denkt….Übrigens: Ich mache auch sehr viele Fotos und behalte nur sehr wenige… Danke dir!

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  3. Also ich bin auch kein Profi, aber so ähnlich gehts mir auch manchmal.
    Aber das treibt mich auch voran weiter an mir und meiner Technik zu arbeiten.
    Manche Aufnahmen finde ich von Anfang an super, andere (besonders bei Portraits) muss ich erst mit Lightroom noch bearbeiten damit ich das Ergebnis bekomme das ich möchte.

    Das 3. Bild gefällt mir übrigens besonders. Die Farbstimmung passt und der ganze Bildaufbau gefällt mir sehr gut 🙂

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