Tierfotografie – Murmeltiere am Großglockner


Maultier_DSC8520Den heutigen Beitrag möchte ich den Murmeltieren widmen :-). Nein, das ist kein Witz, nach meiner letzten Fotowanderung in Mallnitz in Kärnten und einer Begegnung mit den Nageltieren, bin ich von ihnen einfach begeistert und möchte meine Begeisterung mit euch teilen.

Ehrlich gesagt, habe ich nie im Leben gedacht, dass ich die süßen Tiere live erleben würde. Wie aber im Leben so ist, kommt man oft in eine Situation, die man nicht erwartet hätte, wie ich eben die Begegnung mit dem Murmeltieren. Die pelzigen und niedlichen Tierchen kann man in der Jahreszeit am Großglockner in Kärnten live sehen und sie dort sogar futtern. Wenn man sich an den höher gelegenen Abschnitten der Hochalpenstraße befindet, sieht man sie faul in der Sonne liegen oder auf der Suche nach einer Nahrungsquelle.

Das habe ich und die Fotografen, mit denen ich die letzten 3 Tage unterwegs war, natürlich genutzt und die Tierchen mit Äpfeln, Birnen und anderen Obstarten gefüttert. Somit hatten wir eine gute Gelegenheit, die Murmeltiere in lustigen Situationen zu fotografieren. Scheu sind die Tiere auf jeden Fall nicht, zumindest nicht in Kärnten 🙂

 

Ich finde es einfach faszinierend, wie die Nageltiere, die nach dem Biber und dem Stachelschwein zu den größten ihrer Art gehören, den Menschen vertrauen und das Futter zu sich nehmen. Über der Swarovski Warte, von der Franz-Josefs-Höhe kommend, befindet sich ein Weg zu der Murmeltierstation.  Es sind nur ein paar zusätzliche Schritte nach oben, die man sicher nicht bedauern wird :-).

Murmeltier_DSC8476

Was wisst man eigentlich über ein Murmeltier? Ein Murmeltier kann z.B. 50 Zentimeter groß werden und bis zu 15 Jahre leben. Die Männchen kommen bei dieser Größe auf ein Gewicht von mindestens drei Kilogramm. Murmeltiere leben genauso wie die Menschen auch gerne in Familien. Ich konnte es mit eigenen Augen beobachten, dass einige Murmeltiere etwas älter, die anderen wiederum ziemlich jung waren. Es waren sicher eine oder mehrere Familienmitglieder.

Maultier_DSC8554

Kommen wir aber zu dem interessantesten Teil der Murmeltierfotografie und zwar zu der Ausrüstung. Da es vor einigen Tagen, heute aber immer noch, sehr heiß war und die Sonne sehr stark gestrahlt hat, ist es sehr wichtig, einen Polfilter sowie eine Sonnenblende (Streulichtblende oder Gegenlichtblende auch genannt) dabei zu haben, um lebendige Farben auf dem Bild zu bekommen, besonders die Blautöne des Himmels,  und das Streulicht abzuschwächen. Viele, die mit Photoshop arbeiten, wissen sicher sehr gut, dass man das Licht dort nicht nachträglich polarisieren kann, deswegen ist so ein Polfilter unabdingbar!

Wenn wir beim Thema Filter sind, möchte ich euch davon abraten, euch einen UV-Filter zu besorgen, weil sie heutzutage gar nicht mehr notwendig sind. Der Name sagt uns zwar, dass es sich um einen Schutz gegen die Sonnenstrahlen handelt, nicht destotrotz wird der hohe UV Anteil des Lichts, insbesondere im Hochgebirge, durch die Entwicklung von Vergütungen für moderne Objektive von vornherein ausgefiltert. Wer allerdings einen UV-Filter zufällig dabei hat, sollte er ihn auf keinen Fall wegwerfen, sondern ihn eventuell als Schutz für das teure Objektiv nutzen. Schließlich wollen wir keine Kratzer auf den teuren Objektiven bekommen, so ein Filter schützt sie davor.

Was ist sonst wichtig, wenn man Murmeltierfotografie betreibt? Natürlich sind die Kamera und das Objektiv das Wichtigste. Nicht jeder Fotograf kann sich ein 500 mm Teleobjektiv leisten, um Tiere generell von Weite zu fotografieren, viele Tiere sind nämlich sehr scheu. Ich gehöre „leider“ auch nicht zu den Fotografen, dafür fotografiere ich zu wenig Tiere, um mir ein 7500 EUR teures Objektiv zuzulegen ;-). Außerdem ist so ein Objektiv in dem Fall gar nicht notwendig.

Murmeltiere in Kärnten sind nicht menschenscheu und man kann sehr gute Ergebnisse mit einem Makroobjektiv, 105mm, von Nikon erzeugen. Wenn man die richtige Blende auswählt und die Belichtung der gegebenen Situation anpasst, kriegt man sehr schöne Fotos. Ich bin zumindest mit meinen Murmeltierfotos sehr zufrieden.

Murmeltiere_DSC8725

Regeln für bessere Bildeffekte: Um bessere Bilder zu bekommen, ist es wichtig, einen Filter auf das Objektiv drauf zu schrauben.  Filter, die in verschiedenen Größen und von unterschiedlichsten Firmen produziert werden, verändern nicht nur das Licht, sondern schützen auch unsere Objektive und schlussendlich sorgen für kreative Effekte.

Wenn es konkret um einen Polfilter, (Polarisationsfilter) geht, gibt es zwei Varianten davon:

  • einen linearen Polarisationsfilter
  • einen zirkularen Polarisationsfilter

Persönlich nutze ich einen zirkularen Polfilter von Cokin, den man direkt auf das Objektiv schraubt. Früher wurden nur die linearen eingesetzt, mittlerweile passen sie aber nicht mehr auf alle Kameramodelle, deswegen wurde der zirkulare Polfilter eingesetzt. Das liegt vor allem daran, dass Belichtungsautomatik und Autofocus zunehmend eingesetzt wurden. Arbeitet man jedoch nach wie vor mit manuellen Einstellungen, kann man weiterhin das lineare Polfilter verwenden.

Das zirkulare Polfilter bringt das Licht nicht in eine lineare, sondern in eine zirkulare Bewegung.  Dadurch funktioniert der Autofocus einwandfrei und auch die Belichtungsmessung durch das Objektiv nimmt lediglich die Abdunkelung durch das Polfilter wahr, ohne deshalb in seiner Funktion gestört zu sein.

Für diejenigen, die sich einen Polfilter besorgen möchten, empfehle ich folgende Seite, die eine gute Auswahl mit unterschiedlichen Preisvarianten anbietet: Polfilter Auswahl.

24 Gedanken zu “Tierfotografie – Murmeltiere am Großglockner

  1. Einfach süß!! Eine schöne Aufmunterung für den Tag, besonders das letzte Bild! Vielen Dank dafür! Ich nutze übrigens den zirkularen Pro Polfilter von Phottix und bin sehr zufrieden. Er hat keinen für mich wahrnehmbaren Farbstich. LG Simone

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  2. Irgendwie hat das mit der Suche nach Cokin-Filter bei amazon nicht geklappt, weshalb auch immer. Ich habe wieder die Hoya genommen. Damit habe keine schlechte Erfahrung gemacht. B+W waren mir einfach zu teuer. Bei meinen Storchenbildern ist zu sehen, dass hier ein Polfilter fehlte. Und täglich grüßt das Murmeltier. Dieser Filmtitel ist mir bei der Betrachtung deiner Bilder sofort in den Sinn gekommen. DANKE wie immer für deine Hinweise und Tipps.

    Herzliche Grüße

    Helmut

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    1. Lieber Helmut, vielen Dank. Es gibt zum Glück auch die billigeren Filtervarianten und wenn du mit Hoya immer zufrieden warst, dann passt das auch. Deine Storchenbilder muss ich mir noch anschauen, bin etwas im Stress gerade :-). LG Kati

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    1. Ja, hab mich auch schlapp gelacht. Die sind aber tatsächlich gar nicht scheu. Hab noch andere Aufnahmen, die ich euch bei Gelegenheit zeigen muss…..oder einfach auf meinem Fb Profil schauen, unter Katarzyna Sylwia K :-). Lg

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  3. Klasse Fotos – ich bin begeistert. Auch im Allgäu sind mir die putzigen Tiere schon beim Wandern begegnet, und oftmals habe ich mir gewünscht, ich könnte sie ordentlich ablichten mit meinen Laienkenntnissen. Aber bei Dir sind sie richtig gut (und natürlich professionell in Szene gesetzt). Und literarisch sind sie mir auf diesem Wege begegnet: http://saetzeundschaetze.com/2015/03/31/ulrich-becher-murmeljagd-1969-berg-und-talfahrt-im-exil-fix-laudon/

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