Blumen & ihre Gestaltung


Pusteblume_DSC8325

Schenken ist nicht immer leicht. Man möchte dem Beschenkten doch viel Freude machen, dem Geschenk den persönlichen Touch geben und um das zu erreichen, muss das Geschenk mit viel Liebe ausgewählt werden. Davon habe ich bereits in meinem letzten Beitrag geschrieben. Da mich aber der letzte Beitrag und eure guten Tipps bzw. Kommentare dazu verliehen haben, nach weiteren Möglichkeiten zu suchen, wie man eigene Fotos gestalterisch noch einsetzen kann, möchte ich hier noch kurz auf das Thema zurückkommen, bevor ich zur Makrofotografie direkt übergehe.

Ich habe mich fest entschieden, alle meine diesjährigen Weihnachtsgeschenke mit meinen Bildern zu kombinieren. Ich denke, das ist auch eine gute Werbung für mich und meine Bilder, wenn ich auf den Bildern auch den Namen meines Blogs platziere. Somit kann nicht nur die beschenkte Person, sondern auch die Gäste der Personen, die z.B. die beklebte Tasse zum Trinken benutzen, auf mein Logo stoßen und sich den Namen des Blogs mit der Zeit einprägen. Das ist eine gute Art, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Dem beschenkten Freude zu bereiten und etwas Aufwand in Eigenmarketing zu setzen :-).

Das muss aber nicht unbedingt eine Tasse sein, die für unsere Zwecke verwendet wird. Es gibt auch Schlüsselanhänger, Kühlschrankmagneten, was bei meiner Familie sehr gut ankommt, oder auch Puzzle, auf denen man eigene Bilder platzieren kann, hier ein paar zusätzliche Ideen. Bei so vielen Ideen kann nichts schief gehen. Für jede Altersgruppe findet man ein Geschenk. Das einzige Problem, was mich gerade noch beschäftigt, ist, welches Geschenk man einem 14-jährigen Jungen schenken kann? Eventuell könnte ich eine Fotocollage auf einem T-Shirt bzw. Automotive (die ich leider nicht in meinem „Repertuar“ habe) auf einem Kalender drücken lassen. Was meint ihr?

Das aber nur als Ergänzung zu meinem vorherigen Beitrag. In meinem tatsächlichen Thema soll es wieder um die Markofotografie, und genauer gesagt um die Blumenfotos, gehen (also mein Lieblingsthema) :-).

 

Ich schaue mir natürlich sehr viele Blumenfotos an. Von vielen bin ich einfach begeistert, viele andere beeindrücken mich wiederum nicht. Das ist ganz normal, schließlich hat jeder Mensch einen anderen Geschmack :-). Was dem einen gefällt, findet der andere total häßlich. Ich muss sagen, dass ich sehr froh darüber bin, dass wir Menschen nicht alle gleich sind.

Natürlich möchte man aber mit jedem Foto großes Publikum erreichen und tut alles, damit das Foto das gewisse „Etwas“ hat. Man kann sich an diese Stelle gleich die Frage stellen: Ist das überhaupt möglich? Zum Teil sicher ja. Das Wichtigste ist doch einfach, sich an die Grundregeln der Fotografie zu halten und ein gut belichtetest, scharfes (oder auch gezielt unscharfes) Foto zu präsentieren, dass sich von anderen Blumenfotos unterscheidet.

Pusteblume seitlich_DSC9969

Um ein außergewöhnliches Foto zu präsentieren, muss man oft die Regeln brechen können (die Grundregeln gehören nicht dazu). Um das Ziel zu erreichen, braucht man wiederum viel Zeit! Das ist der wichtigste Faktor in der Fotografie! Wenn man eine schöne Blume am Straßenrand oder im Wald sieht, sollte man sich auf jeden Fall gut überlegen, wie man sie auf dem Bild präsentieren möchte und das erfordert Zeit. Es ist vollkommen in Ordnung, wenn man von 100 Aufnahmen nur 5 bearbeiten kann, weil der Rest entweder unscharf oder zu dunkel ist.

Lasst euch bitte nicht entmutigen, wenn euch von den 100 Aufnahmen kein einziges Foto gefällt!

Schließlich war die Zeit, die ihr für dieses Bild investiert habt, keine verlorene Zeit! Ihr habt viel geübt und viel gelernt und das Üben hat euch sicher viel Spaß gemacht und das ist dabei doch das Wichtigste! Außerdem wenn man mit der Einstellung an das Fotografieren rangeht, wird man auch nicht enttäuscht, wenn die ersten Aufnahmen für den Papierkorb waren! :-). Die Enttäuschung kommt oft daher, dass die Bilder auf dem Kameradisplay ganz anders aussehen als auf dem Computer. Die beste Lösung wäre hier, den Computer mitzunehmen und sich die Fotos vor Ort anzuschauen, aber wer tut das denn in Wirklichkeit?

Ich habe zwar für meine Nikon D600 eine WiFi Verbindung, so dass ich die Bilder immer direkt von der Kamera auf meinen Laptop rüberspielen kann, trotzdem mache ich es nur in seltenen Fällen. Man möchte bei einer Motivsuche so wenig wie möglich mit sich schleppen, deswegen muss man sich damit abfinden, dass die Bilder, vor allem die Farbe, die Kontraste doch etwas anders aussehen werden. Denkt trotzdem bitte daran, immer das Histogramm zu kontrollieren, um die hellen bzw. dunklen Stellen zu kontrollieren und dadurch richtig abzulichten. Schließlich ist das in dem Moment das Wichtigste. Wenn das Bild zu hell ist, kann man es kaum mehr auf dem Computer retten.

Pusteblume_DSC9979

Bei der Blumenfotografie ist es sehr wichtig, eine besondere Perspektive zu suchen und das Bild nicht unbedingt von oben oder schräg zu fotografieren, sondern sich ein wenig „schmutzig “ zu machen und entweder auf Augenhöhe mit der Blume zu sein bzw. sie auch eventuell von unten abzuknipsen und die Blende dabei weit zu öffnen, um den unruhigen Hintergrund verschwinden zu lassen.

Sonnenblume_DSC9898

Sehr wichtig finde ich auch die Platzierung der Blume auf dem Bild. Viele sind der Meinung, dass man das Hauptmotiv immer in die Mitte platzieren soll. Das ist aber falsch. Gerade ungewöhnliche Platzierung in der Ecke, oben oder unten wirkt interessant für den Betrachter und unterscheidet ein vielleicht langweiliges Bild von deinem.
Pusteblume_DSC8300

Wenn man sich schon aufopfert und auf den Boden geht, sollte man sich beim Scharfstellen nicht nur auf die Blüten, sondern auch auf Stängel bzw. Blätter konzentrieren. Solche Aufnahmen können erst recht interessant wirken. Es lohnt sich auf jeden Fall, es auszuprobieren.

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Das ist aber nicht alles. In der Fotografie generell sind auch Strukturen sehr wichtig, auch in der Makrofotografie. Versuche deswegen bitte Ordnung auf deinem Bild zu schaffen und nur das Hauptmotiv mit möglichem „Nebenmotiv“ zu positionieren. Der Hintergrund soll nicht nur das Motiv, sondern auch den Betrachter von deiner Aussage nicht stören. Du sollst dir nämlich immer die Frage stellen: Was möchte ich mit meinem Bild aussagen? Wenn du das nicht weißt, wird das Bild auch nicht aussagekräftig genug sein!

Zweig_DSC9972

Generell solltest du dich nach einigen Versuchen mit der Kamera fragen, was du magst, was dir besonders viel Spaß macht, wenn du fotografierst.  Nur dadurch kannst du langsam aber sicher deinen eigenen Bildstil erarbeiten. Stell dir vielleicht folgende Fragen:

– Welche motive fotografierst du gerne?

– Magst du lieber SW Fotografie oder stehst du auf Farben?

– Spielst du gerne mit der Blende und lässt den Hintergrund gerne verschwimmen oder bist du ehe dafür, alles scharf abzubilden?

Erst wenn du die Antworten auf diese Fragen findest, kannst du langsam darüber nachzudenken, wie du deine Bilder gestaltest, ohne einen anderen Fotografen nachzuahmen. Das ist ein ziemlich langer Weg, man braucht viel Geduld, aber es zahlt sich aus! Also probiere es aus!

Ich wünsche euch viel Spaß und noch einen schönen Sonntag! Eure bilere

29 Gedanken zu “Blumen & ihre Gestaltung

  1. Pingback: Weihnachtsgeschenke? Was nun? – bilere's Blog – Katarzyna Kuban

  2. Die Fotos sind wunderschön!!! Übrigens hier noch eine – wenn auch vergängliche Geschenkidee – in einigen Spezialkonditoreien kann man ein Foto auf eine Torte drucken lassen. Das ist ein tolles Geburtstagsgeschenk. Habe ich schon ausprobiert 😉

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      1. Bei den Fotos auf Torten muss man ein bisschen aufpassen. Die üblichen Kinderfotos eigenen sich nicht, weil keiner das Stück mit den Augen essen will 😉

        Aber so eine tolle Pusteblume ist doch fantastisch! Diese filigranen Gebilde passen hervorragend zu zartem Marzipan. Auch ein schönes Wochenende!!

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  3. Ja, man sollte ausgetretene Pfade verlassen – auch beim Fotografieren. Gerade die Makro-Fotografie bietet dazu ausreichend Gelegenheiten. Gerne hätte ich deine Idee vom Getreide auch verwirklicht, doch leider sind bei uns hier im Kraichgau die meisten Felder schon abgeerntet. aber es gibt noch genügend andere Motive. Mit deinen Blumenbildern hättest du sicher einen Preis abgeräumt. Das Siegerbild war wirklich KLASSE. Ich bin leer ausgegenagen – habe allerdings auch nichts erwartet.
    Eine weiter Möglichkeit bieten Fotos als Dokomente. Ich habe mir von Bekannten verschiedene Bildbände zur Stadt Bruchsal ausgeliehen, unterschiedliche Motive haben, jedoch ein Thema gemeinsam: Bruchsal im Wandel der Zeit.
    Was schenkst du einem 14jährigen Jungen? Richtig – ein T-Shirt mit einem Auto drauf. Kannst du in Erfahrung bringen, was der Knabe so bevorzugt? Motiv schicke ich dir dann, wenn du damit einverstanden bist (Oldtimer, Rennwagen und Sportwagen aus Zuffenhausen (Porsche) gibt es bei mir im Angebot).
    Eine gute Woche.

    Salut
    Helmut

    Gefällt 1 Person

    1. Lieber Helmut, vielen Dank für dein Angebot. Du hast tatsächlich viele Automotive in deiner Bildsammlung :-). Das mit dem Gewinn soll dich bitte nicht verunsichern. Das Wichtigste ist doch, dass du dich getraut hast und dass es dir Spaß gemacht hat! Die Idee mit der Dokumentation finde ich gut! Was die Makromotive betrifft, gib t es genügend davon, auch wenn die Pusteblumen bei dir nicht mehr da sind :-). Ich wünsche dir noch viel viel Spaß! LG bilere

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  4. Welche Motive ich am liebsten fotografiere? Ganz ehrlich, Menschen – Straßenkünstler, Musiker, Pantomimen – bevorzugt, wenn sie sich sehr natürlich verhalten und sich unbeobachtet wähnen, und sehr temporeiche, mit Spannung geladene Szenen wie z. B. vor einer Woche während des Kaltenberger Ritterturniers oder eines Pferderennens. 😉
    Liebe Grüße!

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    1. Liebe freiedenkerin, das klingt doch klasse, dass du deine eigene Richtung entdeckt hast. Deine Bilder sind auch sehr schön! Ich wünsche dir noch viel Spaß beim Fotografieren und eine gute Woche! bilere

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