Out- oder Indoor?


Portrait 120-brt

Die Fotografie bietet uns viele Möglichkeiten an. Wir können sie nicht nur draußen, sondern auch innen betreiben. Das Wichtigste ist immer, an das richtige Licht zu denken bzw. mit dem Licht zu spielen, um die gewünschten Effekte zu erreichen.

Viele Fotografen entscheiden sich von Anfang an für die Studiofotografie, weil es für sie bequemer ist. Im Studio haben sie die ganze Ausrüstung, viele Studiogeräte wie High-Key- und Low-Key-Beleuchtung, Studioblitze, Diffuser und viel viel mehr. Es reicht einfach, die Geräte einzuschalten, das Modell hinzusetzen und loszulegen.

Diejenigen Fotografen, die ich persönlich kenne, machen alle Portaitbilder im Studio, setzen den Hintegrund in Form einer Textur im Photoshop ein, damit das Bild die Atmosphäre von außen wiederspiegelt und sind mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Wir sind uns sicher einig, dass das eine gute Möglichkeit ist, professionelle Bilder zu erzeugen, diese Möglichkeit bevorzuge ich aber persönlich nicht.

Ich bin ein Freund der natürlichen Lichtquelle und versuche immer, meine Bilder draußen zu machen. Ich gebe zu, ich bin kein Profi, wenn es um die Portrait-Bilder geht, trotzdem bin ich davon überzeugt, dass man Menschen sehr schön im natürlichen Licht ablichten kann. Das können sicher einige gute Fotografen bestätigen ;-).

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Bei einer Outdoor-Fotografie finde ich die Location sehr wichtig. Mit einer schönen und passenden Location kann man grundsätzlich jedes Portraitfoto aufwerten. Es ist zwar nicht immer einfach, sie zu finden, aber wenn man ein wenig recherchiert bzw. die Umgebung erkundet, findet man auch das richtige Plätzchen. Wie es so schön heißt „Wer suchet, der findet“ :-). So geht es mir zumindest. Am besten finde ich immer Wiesen bzw. Felder, wo man nicht nur viel Natur und viel Platz, sondern auch gutes Licht zur Verfügung hat. Außerdem hat man auf so einer Wiese meistens viel Ruhe und wird vor neugierigen Blicken verschont, was sehr viel wert ist.

Ich fotografiere auch gerne ab und zu mal im Wald, meistens auf einem Waldweg, ich muss aber sehr aufpassen, dass die Haut des Modells keinen Grünstrich bekommt, schließlicht kann das Grün der Blätter die Reflexion erzeugen.

Wie auch immer, wir haben diese beiden Möglichkeiten, Outdoor und Indoor-Fotografie, und können uns entscheiden, welche uns besser passt. Beide Varianten haben auf jeden Fall ihre Vor- und Nachteile, auf die ich kurz eingehen möchte.

Outdoor Fotografie

Mami modelka

Wenn ich mich entscheide, draußen zu fotografieren, bin ich vollkommen auf das Wetter angewiesen. Wie bereits öfters erwähnt, ist ein bevölkter Himmel immer mein Favorit, ich versuche die strahlende Sonne zu vermeiden. Unabhängig davon, ob es bevölkt oder sonnig ist, brauche ich immer mein Equipment mit Blitzanlagen & Co., wenn ich das richtige Licht auf dem Gesicht erwischen möchte. Diejenigen, die mich kennen, wissen jedoch, dass ich es meistens ohne Blitzanlagen versuche, deswegen sehen meine Portraits auch nicht immer optimal aus :-).

Wenn man draußen ist, ist man oft auf Hilfe einer anderen Person angewiesen. Schließlich kann man die ganze Ausrüstung nicht alleine schleppen, abgesehen davon, kann man nicht immer gleichzeitig fotografieren und die Blitzanlagen richtig positionieren. Das bedeutet für mich wiederum, dass man sich nicht spontan entscheiden kann, lozugehen und zu fotografieren. Man muss immer Absprache mit der helfenden Person halten und das schränkt den Fotografen sehr stark ein.

Outdoor-Fotografie hat aber nicht nur Nachteile. Es gibt auch einige Vorteile: Man hat auf jeden Fall sehr viel Platz zur Verfügung und sehr viel Licht zur Auswahl. Man ist nicht auf die 4 Wände eingeschränkt, hat viel Spielraum und kann sich den Platz nach Belieben aussuchen.

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Man muss sich auch nicht auf die gewöhnlichen Aufnahmen beschränken, sondern auch ausgefallene Ideen ausprobieren wie z.B. das Portrait im Spiegel oder wie in meinem Fall als Spiegelung in einer Sonnenbrille fotografieren.

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Indoor Fotografie

Mit indoor-Fotografie kenne ich mich nicht so gut aus. Wenn ich es mir aber richtig überlege, haben Studiofotografen ziemlich viele Vorteile gegenüber der Outdoor-Fotografen im Bezug auf die Zeit, das Wetter bzw. das Equipment.

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Erstens haben sie alle Zeit der Welt, um das Modell richtig zu positionieren und den richtigen Moment zu erwischen, vorausgesetzt den Fall, dass das Model geübt ist und mitspielt. Auch das Wetter spielt in dem Fall gar keine Rolle, es kann regnen oder die Sonne strahlen, das stört den Studiofotografen gar nicht.

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Darüber hinaus muss man das ganze Equipment nicht mit sich tragen. Alles hat seinen Platz und wartet nur auf den Einsatz. Das sind die Vorteile. Ich sehe aber auch einige Nachteile in dieser Art der Fotografie. Vor allem, wenn es um das Thema „Licht“ geht. Wenn man im Studio oder einfach zu Hause fotografiert, muss man sehr viel künstliches Licht erzeugen, um Schatten zu vermeiden. Außerdem hat man nicht viel Spielraum, wenn es um die Platzierung geht. Man muss sich auf die wenigen Quadratmeter beschränken, die man zur Verfügung hat.

Natürlich setzen viele Fotografen die Texturen ein, damit ihre Bilder keinen langweiligen Hintergrund haben, nichtdestotrotz fordert das Fotografieren selbst nicht so viel Aufwand wie es bei der Outdoor-Fotografie der Fall ist. Es geht mir hier vor allem um die äußeren Bedingungen.

Viele Fotografen nutzen außerdem keine Bildbearbeitungsprogramme, nutzen keine Texturen, sie beschränken sich einfach nur auf das Abknipsen. Sie möchten natürliche Aufnahmen erzeugen, die nicht weiter bearbeitet werden. Für diejenigen ist Studiofotografie keine gute Wahl.

Ich möchte aber trotzdem noch auf einige Vorteile zurückkommen, die ich im Studio ausnutzen kann wie z.B. das Spiel mit dem Licht. Man kann den Raum z.B. vollkommen abdunkeln und künstlerische Aufnahmen erzeugen wie in meinem Beispiel:

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Als Anfänger bieten sich in dem Fall Fotoworkshops an, bei denen man viel über die Studiofotografie lernen kann. Outdoor-Fotografie wird eher selten in Form eines Workshops angeboten. Kein Wunder, schließlich ist das mit viel mehr Aufwand verbunden.

Wie auch immer, es ist natürlich jedem selbst überlassen, welche Variante er bevorzugt. Ausprobieren sollte man auf jeden Fall beide Methoden, um festzustellen, welche einem besser liegt. Ich bin auf jeden Fall ein Fan der Outdoor-Fotografie, das habe ich bereits mehrere Male betont. Studiofotografie schaut für mich einfach nicht lebendig genug aus, es kann aber daran liegen, dass ich zu wenig Erfahrung in dem Bereich habe ;-). Und wie sieht es mit euch aus?

Zu aller Letzt möchte ich euch wieder eine Seite empfehlen, auf die ich gerade gestoßen bin. Ich habe bereits mehrere Male von Möglichkeiten geschrieben, was man mit den eigenen Fotos alles tun kann. Ich habe gerade noch eine Seite gefunden, auf der man eigene Fotos z.B. für einen selbstgebastelten Kalender verwenden kann wie hier. Früher habe ich solche Seiten nie beachtet, jetzt entdecke ich sie unabsichtlich. Es freut mich aber, dass wir so viele Anbieter haben, die uns dabei helfen, unsere Fotos vernünftig einzusetzen.

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Viel Spaß beim Ausprobieren! lg Eure bilere

12 Gedanken zu “Out- oder Indoor?

  1. Hallo Kati, ich glaube, richtig Blitzen ist wiklich eine Wissenschaft für sich. Ich bin ein Fan von available light und setze Kunstlicht nur in den wenigsten Fällen ein. Ich denke aber, dass es hier viel Potenzial gibt, wenn man es richtig beherrscht. LG Simone

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo, das stimmt. Ich bin auch ein Fan von available Licht, man muss nur sehr aufpassen, dass die Bilder nicht verwackelt sind, wenn man ohne Stativ arbeitet (besonders bei schlechten Lichtverhältnissen). LG bilere

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  2. Ich habe deinen Eintrag von Anfang bis Ende durchgelesen, weil ich nicht nur ein neugieriger Kerl bin sondern auch wissen möchte welche Ratschläge du parat hast. Meine Modelle finde ich immer in der Natur – es sind meist KEINE Menschen – und wenn ich beim Kochen bin, dann bin ich eben drinnen.Hier macht es mir viel Freude die Menschen beim Kochen zu beobachten. Früher hatte ich – zu Zeiten der analogen Fotografie – einen Blitz von Metz. Ich könnte mal schauen ob er noch funktioniert.

    Ein schönes WE für dich. Ist der Umzugsstreß jetzt vorbei?

    Salut
    Helmut

    Gefällt 1 Person

    1. Lieber Helmut, ja, der Umzugsstress ist zum Glück vorbei. Letzte Zeit habe ich aber generell viel Stress, der mich sehr stark daran hindert, mehr zu fotografieren. Ich hoffe, du findest mehr Zeit dafür? Vielen Dank für dein Kommentar und vor allem für deine Treue. LG Kati

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