Makrofotografie – Neues Jahr, neues Glück


2016 hat bereits angefangen und das ist mein erster Blogbeitrag im neuen Jahr. Ich freue mich sehr, dass ich mich wieder verstärkt der Makrofotografie widmen kann, schließlich ist das der Bereich, in den ich besonders viel Leidenschaft „einstecke“.

Der Vorteil an Makrofotografie ist, dass man praktisch überall Motive finden kann. Unabhängig vom Wetter, egal, ob es draußen regnet, schneit oder die Sonne scheint. Egal, ob man unterwegs oder daheim ist. Überall findet man passende Motive, wenn man kreative Ideen hat.

Birne4_DSC0226

Selbstverständlich ist nicht jeder so kreativ, dass er jeden Tag Ideen für neue Bildmotive hat, besonders wenn man die Fotografie nur als Hobby betreibt. Nichtdestotrotz findet man sehr viele gute Ideen in den Medien, in den Fotozeitschriften, auf den Fotoportalen oder auch Blogs :-). Bevor man jedoch mit der Verwirklichung der Idee anfängt, spielt die richtige Vorbereitung eine sehr wichtige Rolle.

Gute Vorbereitung bedeutet viel Zeitersparnis, wenn man vor dem Motiv steht. Stellt euch folgendes Szenario vor. Ihr geht mit eurer Kamera spazieren und seht eine schöne Blume, auf der eine Biene sitzt. Wenn ihr euch vorher keine Gedanken darüber gemacht habt, welche Einstellungen für euch wichtig sind, ob ihr im RAW- oder JPG-Format fotografiert, verliert ihr sehr viel Zeit und das Hauptmotiv fliegt einfach weg. Natürlich sind die Einstellungen wie die Belichtung, die Blende situationsabhängig, es gibt aber genug technische Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen, um eine richtige Aufnahme zu machen, die bereits zu Hause auf der Kamera eingestellt werden können.

Rose_DSC0125

Als erstes sollte man daran denken, die Kamera auf RAW-Format einzustellen.  RAW bedeutet, die Datei kommt unbearbeitet (mit der gleichen Pixelzahl), also „roh“, auf deinen Computer. Das bedeutet wiederum, die Schärfe, der Weißabgleich bzw. eine andere Korrektur wird nicht vollzogen (wie beim JPG-Format). RAW-Format gibt jedem Fotografen viel Spielraum, schließlich hat er die Freiheit, alle Einstellungen am Computer seinen Vorstellungen nach einzurichten und sogar auch „schlechtere“ Aufnahme zu korrigieren (natürlich bis zum bestimmten Grad).

Schnecke_DSC0161

RAW-Format ist aber nicht die einzige Einstellung, über die man sich im Vorhinein Gedanken machen soll. Auch die Belichtung bzw. die Blende können grob eingestellt werden.

Viele Fotografen sind der Meinung, dass man in der Makrofotografie die Belichtung auf Zeitautomatik einstellen soll, um die Schärfentiefe, die in der Makrofotografie sehr wichtig ist, über die Auswahl der Blende zu steuern. Ich muss zugeben, dass ich die Belichtung auch immer manuell einstelle, weil ich die ganze Kontrolle über meine Kamera haben möchte. Es kann aber jeder selbst entscheiden, in welchem Bereich er sich wohl fühlt. Zeitautomatik ist mit Sicherheit eine Erleichterung, wenn man die eigene Kamera noch nicht gut kennt.

Auch was die Blende betrifft, gibt es viele Meinungen, welche am geeignetesten für die Makrofotografie ist. „In dem Fall wird oft die Blende f8 als Ausgangsblende angegeben, besonders bei Makroobjektiven mit Anfangsöffnung 1:2,8. Ich muss zugeben, dass ich oft Blende f5,6 nutze, um die gewünschte Schärfe zu erreichen, aber auch den Hintergrund verschwommen zu bekommen. Natürlich hängt es vom Motiv ab und von meiner Vorstellung, welches Endergebnis ich schlussendlich bekommen möchte. Auch hier soll jeder selbst entscheiden, welche Blende er passend findet.

Wer sich mit dem Thema noch nicht so oft auseinandergesetzt hat, dem empfehle ich, gleiches Motiv in verschiedenen Blenden abzulichten, somit hat man die Auswahl, sich am Computer für das beste Ergebnis zu entscheiden.

Dunkelheit_DSC0483

Mehrere Aufnahmen mit unterschiedlichen Blenden helfen uns dabei, die Schärfentiefe zu erhöhen. Um das zu erreichen, werden im Nachhinein spezielle Methoden am Computer gewählt. Die Rede ist vom Focus-Stacking. Das Thema habe ich bereits hier angesprochen.

Was bedeutet das konkret? Man macht mehrere Aufnahmen mit unterschiedlicher Fokussierung und kombiniert sie am Computer zu einem Bild. Dafür gibt es spezielle Softwares, die kostenpflichtig sind, u.a. Helicon Focus. Wer sich dafür entscheiden möchte, der hat die Möglichkeit, eine Testversion hochzuladen. Wenn mich nicht alles täuscht, bekommt man 30 Tage Zeit zum Testen.

Schnecke auf einer Blume_DSC0193

Es gibt aber auch andere Methoden, mehrere Bilder zu einem zu kombinieren. Photoshop bietet uns die Möglichkeit an. In diesem Fall ist es wichtig, die einzelnen Bilder im RAW-Format zu synchronisieren, die Bilderserie im Adobe Bridge hochzuladen und ein Musterfoto der Bildserie mit Camera Bridge zu öffnen. Es reicht, die rechte Maustaste am Miniaturbild anzuklicken und den Befehl „in Camera RAW öffnen“ auszuwählen.

Als nächstes gibt es die Möglichkeit, die gewohnten Einstellungen für das Bild auszuwählen, um das Bild entsprechend zu korrigieren. Schlussendlich werden die Bilder in Camera Bridge mit Camera RAW geöffnet und „alle ausgewählt“ bzw. „synchronisiert“. Somit werden die vorherigen Einstellungen auf alle Einzelbilder angewendet. Der nächste Schritt erfolgt im Photoshop selbst (mit Ebenen). Dazu aber mehr im nächsten Artikel.

Kiefer_DSC0332

Ich wünsche euch einen guten Start ins Neue Jahr, noch einen schönen Sonntag bzw. eine schöne Arbeitswoche! lg eure bilere

13 Gedanken zu “Makrofotografie – Neues Jahr, neues Glück

  1. Bonsoir BILERE
    Un regard, un sourire et une main
    Chaleureuse sur l’épaule
    Valent mieux qu’un million
    De mots ou de phrases
    Ce que sent le cœur est plus profond
    Que ce qu’entends l’oreille
    Je te remercie d’être là par ton amitié
    Je te souhaite une belle fin de semaine
    Un agréable week-end
    Avec de la joie et du bonheur au sein de ta demeure
    Bises, amitié
    Bernard
    Ce jour chez moi quelques flocons de neige sans plus

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  2. Vielen Dank, das wünsche ich dir auch! Ja, das liest sich so einfach, ist aber ein Stück Arbeit. Man soll es auf jeden Fall langsam angehen, schließlich soll das Fotografieren auch richtig Spaß machen und nicht überfordern. :-). lg bilere

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  3. Hallo Bilere, herzlichen Dank für deine hilfreichen Infos zum Thema Makrofotografie.Ich werde bei meiner nächsten Fotosession Ich werde deinem Rat folgen und mal mit der Zeitautomatik arbeiten. Auf die Ergebnisse bin ich heuer gespannt. Zugegeben ich hab mich immer auf die Automatik verlassen getreu dem Motto die Kamera wirds schon richten.
    Deine Makrobilder sind allererste Sahne.
    Einen schönen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

    Salut

    Helmut

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    1. Lieber Helmut, vielen Dank. Das ist auch gar nicht verkehrt, dass du anfangs immer die Automatik nutzt. Man soll die Kamera gut kennenlernen und erst nach einiger Zeit andere Einstellungen ausprobieren. Das mit der Zeitautomatik wird dir sicher gut helfen. Du musst dann aber daran denken, die Blende einzustellen. Viel Spaß! Bin schon sehr auf deine Bilder gespannt. lg bilere

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