Zu hell oder zu dunkel: Das Histogramm


Oft höre ich die Aussage, dass praktisch jeder fotografieren kann. Es stimmt sicher, dass jeder die Kamera beherrschen und ein 08/15 Bild machen kann. Genauso wie jeder schreiben oder malen kann. Es heißt aber nicht gleichzeitig, dass jeder der zweite Picasso bzw. Goethe ist, oder? 🙂

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Man muss natürlich zugeben, dass heutzutage die Bedingungen für einen Fotografen, der die Fotografie als Beruf betreibt, nicht mehr so prickelnd sind wie früher. Man braucht keine Ausbildung mehr, um fotografieren zu können, auch beruflich. Es reicht eigentlich, gute Kontakte zu knüpfen, um Kunden zu finden. Das Thema „richtiges Marketing“ kommt hier in den Vordergrund.

Trotzdem muss man sich aber mit der Fotografie auseinandersetzen und die Regeln gut kennen, um ein Bild zu machen und zu wissen, wie das Bild entstanden ist bzw. welche Bedingungen für ein gutes Foto wichtig sind. Im anderen Fall kann man es dem Zufall überlassen und auf gut Glück fotografieren. Die Frage ist nur, wie lange es auf diese Weise funktionieren wird?

Blätter_DSC0750

Es ist auf jeden Fall sicher, dass man die Fotografie und ihre breitgefächerten Regeln nicht auf die leichte Schulter nehmen soll. Diejenigen, die sich mit dem Thema mehr beschäftigen, können nur gewinnen. Schließlich ist nicht jeder so begabt, dass er ohne Übung zum Meister wird. Erst viel Übung macht ihn zum Meister. Das sollte man auf jeden Fall im Auge behalten, wenn man sich mit 08/15 Bildern nicht zufrieden geben möchte.

Trockene Blätter_DSC0713

So viel zu dem Thema. Ich möchte euch heute eine wichtige Regel vorstellen, die viele von euch sicher sehr gut kennen, trotzdem ist es immer wieder gut, auch die bekannten Regeln zu wiederholen. Schließlich geraten sie dann doch oft in Vergessenheit. Ähnlich ist es mit den Ratschlägen, die man oft von Anderen bekommt und die jedem sehr gut bekannt sind, die man aber trotzdem erst dann wahrnimmt, wenn sie ausgesprochen werden. Also tue ich es hier und jetzt :-).

Ihr stellt euch sicher oft die Frage, wieso eure Bilder entweder zu hell oder zu dunkel sind? Dafür gibt es einige Gründe, ich gehe hier aber nur auf zwei ein, die mit dem Histogramm zu tun haben. Nach wie vor höre ich von vielen Hobby-Fotografen, dass sie das Histogramm beim Fotografieren einfach ignorieren. Sie konzentrieren sich viel zu stark auf die Komposition und auf das richtige Fokussieren und vergessen am Ende, das Histogramm zu kontrollieren. Dabei würde ihnen das Histogramm das Leben erleichtern, schließlich kann man bereits bei der Aufnahme die richtige Belichtung wählen, um sich bei der Nachbearbeitung des Bildes die Zeit zu sparen. Natürlich kann man im Nachhinein im Photoshop die Lichter, die Tiefen anpassen, aber wieso sollte man es nicht bereits bei der Aufnahme tun?

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Ich habe es bereits mehrere Male erwähnt, dass das Vorschaubild auf dem Display nicht die richtige Beleuchtung darstellt. Die Helligkeit des Bildes wird im LCD verfälscht, besonders betrifft das Situationen, wenn man  im Sonnenlicht oder in einem dunklen Raum fotografiert. Denkt bitte immer daran, nach der Aufnahme mit den Pfeilen soweit zu gehen, bis das Histogramm mit den Graphen erscheint. Wenn der regelmäßig verläuft, dann ist das Bild in der Regel gut belichtet. Sollte die Kurve mehr nach links bzw. nach rechts gehen, dann bedeutet es, dass wir zu viel weiß oder schwarz haben und die Stellen ohne Zeichnung sind. In dem Fall sollte man die Belichtung entsprechend anpassen (Belichtungskorrektur).

Es kommt natürlich oft in der Fotografie vor, dass der Dynamikumfang eines Motivs zu groß ist, gemeint ist der Bereich zwischen dem hellsten und dem dunkelsten Ton. In dem Fall sollte man auch das Histogramm zur Rate ziehen bzw. sich die Hilfe holen. Mit Hilfe meine ich in dem Fall entweder den Blitz, der uns dabei hilft, die dunkelsten Bereiche aufzuhellen oder den Verlaufsfilter, der die hellsten Stellen verdunkelt. Möglich ist es in dem Fall auch, sich für eine HDR-Aufnahme zu entscheiden. Alle drei Hilfestellungen betreffen praktisch jede Art der Fotografie und können daher überall angewendet werden.

Wer mehr zum Thema „HDR-Bild“ erfahren möchte, der findet ein paar hilfreiche Infos in einem meiner Beiträge. Ich wünsche euch noch einen schönen Abend und bis nächste Woche! lg eure bilere

 

13 Gedanken zu “Zu hell oder zu dunkel: Das Histogramm

  1. Bonjour BILERE

    Je ne suis pas tous les jours présent

    Mais mon
    Amitié partagé est une douceur
    Qui apaise le cœur
    Mon amitié est une tendresse
    Comme on reçoit une caresse
    Mon amitié est du bonheur
    Ce bonheur je te le partage avec mon cœur
    Et je te fais une grande place d’honneur
    Mon amitié est un plaisir
    Comme si c’était mon sourire
    J’aime te dire merci pour ta confiance
    Belle et douce journée
    Belle semaine
    Bernard ,,,, bisous

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  2. Liebe Bilere, Danke für Deinen Beitrag. Ich stimme Dir zu, dass man stets das Histogramm im Auge beachten sollte. Insbesondere, wenn man tagsüber einen hohen Kontrastumfang hat oder das Motiv an sich bereits sehr helle und sehr dunke Teile beinhaltet. Leider kann ich nicht immer zum besten Licht (morgens/ abends) fotografieren. Da hilt nur der Grauverlaufsfilter oder aber ich belichte ein bis zwei Blenden (je nach Kameramodell) über. Das hat den Vorteil, dass ich im Konverter später die hellen (ausgebrannten) Bereiche, die zunächst keine Zeichnung mehr haben wieder abdunkeln kann. Die dunken Bereiche haben von vornherein Zeichnung und saufen nicht im Schwarz ab. Eine normale Belichtung hätte zwar von vornherein eine Zeichung in den hellen Bereichen, die dunklen Bereich saufen dann aber im Schwarz ab. Wenn man diese dann anschließend aufhellt, wird das Rauschen arg verstärkt. Insbesondere Landschaftsaufnahmen bellchte ich tagsüber bei starken Kontrasten meist eine Blende über. Das Gesagte gilt jedoch ausschließlich für das RAW-Format (s. Dein vorheriger Artikel), da das einen weit höheren Dynamikumfang als das JPG hat und man diesen mit dem Konverter nutzen kann. Und man darf es nicht überteiben, denn beim Zurücknehmen der hellen Bereiche kann es zu starken Farbverschiebungen kommen (meist beim Himmelsblau). Bei JPG muss alles von vornherein stimmen. Arbeitest Du auch mit Überlichtungen?
    Ich wünsch Dir eine schöne Woche! Simone

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    1. Liebe Fotohabitate, vielen Dank für dein ausführliches Kommentar. Ich habe es auch schon mal so ausprobiert, wie du es beschrieben hast, aber letzte Zeit versuche ich immer entweder in der Früh oder am Abend zu fotografieren (wenn die Sonne scheint). Beim regnerischen Tag spielt es praktisch keine Rolle, wann man rausgeht und ablichtet.
      Mit Rauschen habe ich auch meine Erfahrung, obwohl ich verrauschte Bilder in manchen Situtationen sogar charmant finde. Das hat aber mit der von dir beschriebenen Situation wenig zu tun. Ich meine eher Situationen, in denen es viel zu dunkel ist und ich mich lieber für verrauschte als verschwommene Bilder entscheide (wenn ich ohne Blitz fotografiere).
      Ich fotografiere auch immer nur im RAW-Format, kann mir gar nicht mehr vorstellen, im JPG zu fotografieren. Sicher gibt es Situationen, wo JPG besser ist, aber in diese Situationen komme ich nicht :-). lg bilere

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  3. Ich gesteh’s, dass ich das Histogramm auch nach fast fünfzig Jahren als Hobby-Fotografin nach wie vor auch mal beim Bearbeiten ignoriere. Ich gehe da mehr nach dem Auge und dem Bauchgefühl, als nach der Technik. Wenn beides mir sagt, dass das bearbeitete Bild gut ist, dann ist mir das Histogramm ehrlich gesagt wurscht. 😉
    Liebe Grüße!

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    1. Das ist eine interessante Einstellung, aber wenn du nach so vielen Jahren immer gut liegst, dann heißt es, dass es auch ohne Technik klappen kann :-). Ich glaube aber auch, dass du bereits so viel Erfahrung hast, dass du alles in und auswendig kennst. lg bilere

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  4. Bonsoir BILERE

    Tiens,tiens
    Mais que fais-je par ici
    Me serais-je perdu
    Mais non ça y est je me rappelle
    Je venais te dire bonsoir
    Te souhaiter une belle soirée
    Après une petite halte chez toi
    Je vais continuer mon trajet
    Je te fais une bise d’amitié
    Bernard

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  5. Ganz herzlichen Dank für deine Hinweise. Ich hatte heute auch so einige Schwierigkeiten zu bewältigen beim Thema zu Hell oder zu Dunkel. Natürlich waren bei mir heute auf Grund des Schnee meine Bilder zu hell. Hinzu kam auch noch das Sonnenlicht. Aber du kannst ja selbst mal nachschauen. Bitte nicht mit Kritik sparen nur so kann ich lernen und meine Schwächen verändern.
    Nein, ich möchte mich nicht unbedingt mit 08/15 Bildern zufrieden geben sondfern immer wieder Veränderungen vornehmen, mich ständig weiter entwickeln. Auch wenn ich es in diesem Leben nicht mehr schaffen werden 0,1 %o der Fähigkeiten meines Vorbilds Ernst Haas zu erreichen, so bin ich immer für Hinweise dankbar. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und die Digitalfotografie ist doch eine andere wie die Analogfotografie,.Deine kurzen Hinweise helfen wir schon weiter. Herzlichen Dank.
    Ich wünsche dir einen guten Start in die neue Woche.

    Salut
    Helmut

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    1. Lieber Helmut, gerne schaue ich mir deine Bilder an. Bei euch hat es geschneit? Bei uns ist vom Winter weit und breit nichts zu sehen…schade eigentlich. Ich wünsche dir auch eine schöne Woche und mach dir keinen Stress, das wird schon mit den Bildern. Du übst ja fleißig :-). Lg bilere

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