Menschenfotografie – Tipps


In der kurzen Zeit, in der ich mich mit der Menschenfotografie bzw. mit dem Portrait beschäftige, habe ich einiges gelernt und möchte das Wissen mit euch teilen. Dabei möchte ich nicht auf die Themen eingehen, die praktisch in jedem Bereich zutreffen, wie z.B. das richtige Equipment bzw. die richtige Kameraeinstellung. Ich möchte mich vielmehr auf Tipps und Tricks konzentrieren, die nur den Bereich „Mensch“ betreffen.

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Bevor man so ein Shooting überhaupt startet, ist es sehr wichtig, mit dem Model zu besprechen, wie man sich die Aufnahme genau vorstellt. Das Model sollte den Fotografen kennenlernen und umgekehrt. Nur so kann man das Vertrauen zu dem Model aufbauen und nur so kann sich das Model beim Shooting „öffnen“. Nicht alle Models sind solche Profis, dass sie ohne Vorbereitung bestimmte Gesichtsausdrücke wie Traurigkeit, Freude usw. auf die Schnelle herzaubern können :).

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Beim Model selbst sollte man bestimmte Körperteile nicht abschneiden, es sei denn, man tut es absichtlich. In der Regel sollten die Finger, die Hände, die Ellenbögen, die Beine bzw. Füße nicht abgeschnitten werden. Es würde z.B. komisch aussehen, wenn wir nur eine Hand fotografieren lassen und die andere fehlen würde oder wenn nur zwei Finger von der ganzen Hand auf dem Bild zu sehen wären. Man muss das Gefühl dafür entwickeln, was passt und was überhaupt nicht geht. Ich habe mir sagen lassen, dass solche Aufnahmen – wie die oben – in Ordnung sind ;). Man sieht zwar auch nicht die ganzen Beine, sie wurden aber in einem „akzeptablen“ Bereich abgeschnitten.

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Darüber hinaus ist es wichtig, die Bilder nicht im Hoch-, sondern im Querformat zu machen. Man fokussiert auf die Augen, schaltet dann den Fokus aus, stellt auf den manuellen um und fotografiert den Rest des Körpers – oben und unten. Ich muss ehrlich sagen, dass ich die Methode selber nicht kannte und immer im Hochformat fotografiert habe. Ich verstehe jetzt auch warum meine Bilder dann manchmal komisch aussahen. Man lernt ja nie aus ;). Das war’s fürs Erste.

Ergänzend zu den drei Aufnahmen: Auf den Bildern befindet sich ein Model, Daria Bronsart. Es ist ein Profi, was man sofort sieht.

Und wie immer seid ihr gefragt: Ich bin gespannt, welche Regeln ihr kennt bzw. ob ihr bestimmte Regeln überhaupt beachtet? Vielleicht interessieren euch keine Regeln, weil ihr euch nie daran haltet bzw. vielleicht brecht ihr gerne die Regeln, die ihr kennt?

Ich wünsche euch einen schönen und nicht zu kalten Sonntag! LG bilere

 

18 Gedanken zu “Menschenfotografie – Tipps

    1. Liebe Nessy, ich auch ;). Das mit dem Querformat gilt aber mehr beim Porträt als in einem anderen Bereich….obwohl man die Landschaft auch nicht im Hochformat aufnimmt. Wie auch immer, es freut mich, dass dir meine Tipps gefallen. lg & eine schöne Woche! bilere

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  1. Tja, es gibt Menschen die lassen sich gerne fotografieren und andere die muß man als Fotograf regelrecht überlisten. Solche Spielchen habe ich früher gerne gemacht und immer dann auf den Auslöser gedrückt, wenn sich das Modell in Sicherheit wiegte. Letztes Jahr habe ich mich in einem Fotokurs auch mal als Modell versucht, was nicht so einfach war. Ärgerlich: trotz Zusicherung erhielt ich keine meiner Bilder.
    Danke für deine Hinweise, die für mich immer nützlich sind. Mein persönlich liebstes Bild ist das letzte Foto.
    Gestern bei der Bildbewertung habe ich wieder erfahren was ein gutes Bild ausmacht – oftmals sind es Kleinigkeiten.
    Salut
    Helmut

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    1. Lieber Helmut, das stimmt. Die Kleinigkeiten bzw. Details sind sehr wichtig. Das Lustige daran ist, dass man immer mehr auf die Kleinigkeiten achtet, je fortgeschrittener man ist. Viele, die mit der Fotografie erst anfangen, denken, es ist doch nicht schwer, den Auslöser zu drücken. Je mehr man sich aber mit dem Thema beschäftigt, desto komplexer wird es.
      Schön, dass du an Workshops teilnimmst. Ich verstehe nur nicht, warum du keine Bilder bekommen hast? Das sollte eigentlich nicht passieren. Ich wünsche dir noch eine schöne Restwoche! Lg bilere

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  2. Ich fotografiere Menschen am liebsten, wenn sie sich unbeobachtet fühlen. Bei Portraitaufnahmen nehme ich gerne noch Jemanden hinzu, der die Person dann in eine Unterhaltung verwickelt. Mein Model achtet dann überhaupt nicht mehr auf die Kamera und verhalten sich auch von der Mimik her völlig natürlich. 😉 Was das „Abschneiden“ oder „Nichtabschneiden“ von Körperteilen anbelangt, handele ich nach Gefühl. Das kommt ganz darauf an, welche Aussage ich in das jeweilige Bild legen möchte.
    Liebe Grüße!

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    1. Ja, solche Bilder sehen dann bestimmt sehr natürlich aus :). Das mit dem Gefühl ist auch die richtige Entscheidung. Bisher hat es dich nicht im Stich gelassen, wenn man sich deine Bilder anschaut. Danke für dein Kommentar! Schönen Abend noch. lg bilere

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  3. I like the first photograph most of all. She has an interesting puzzled look.

    I don’t do portraits. Your post has given me some inspiration to go ahead and try it.

    Good suggestions.

    I plan to stay warm today. It is cloudy with possible freezing rain tonight. Bad stuff.

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