Bilder aufpeppen mit Exposure X2


Nicht jeder kann sich Adobe Programme wie Photoshop oder Lightroom leisten. Nicht jeder ist aber auch mit den Bildern, die frisch von der SD-Karte hochgeladen wurden, immer zufrieden. Man befindet sich oft in einer Zwickmühle: Entweder investiert man Geld und nutzt die professionellen Bildbearbeitungsprogramme oder man steht zu den Bildern, die man unbearbeitet postet. Ich möchte hier von einer „dritten“ Möglichkeit berichten ;).

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Ich habe bereits vor einiger Zeit von den kostenlosen Programmen gesprochen, die für schnelle und einfache Bildbearbeitung nützlich sein könnten, z.B. der Pixelmator für den Mac. Heute möchte ich euch noch ein anderes Programm namens Exposure X2 von Alien Skin Software vorstellen, das ich durch meine Portrait-Workshops kennenlernen durfte.

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Es ist zwar kein kostenloses Programm wie das oben genannte, es kann aber viel mehr als Pixelmator. Es ist eine sehr gute und vor allem günstige Alternative zum Photoshop bzw. zum Lightroom. Für Photoshop muss man mindestens 14,99 EUR monatlich bezahlen, was aufs Jahr umgerechnet über 200 EUR ausmacht. Das Abo muss man auch jedes Jahr erneut verlängern. Natürlich gibt es auch viele Vorteile dieser CC-Lösung. Man bekommt automatisch Updates und mit denen neue Features usw.. Ich war aber trotzdem ein Fan von der fertigen Software ;). Man hat es einmalig bezahlt und für immer nutzen können. So wie es aussieht, bin ich auch nicht die Einzige, die das so sieht. Viele Fotografen nutzen nach wie vor Photosphop CS6 oder noch ältere Versionen. Gehört ihr dazu?

free-trial

Es hat mich auf jeden Fall nicht gewundert, dass einige Profifotografen & Trainer bei mehreren Workshops von der Bildbearbeitung bzw. Nachbearbeitung der Bilder im Exposure berichten. Einige peppen ihre Bilder zum Schluss nur ein wenig auf, ohne viel Mühe ;).

Das Programm ist ganz einfach zu verstehen. Man bekommt mehrere Varianten eines Bildes und kann sich für eine davon entscheiden. Es reicht einfach, das jeweilige Bild bzw. den ganzen Ordner hochzuladen und es erscheinen auf der linken Seite mehrere Möglichkeiten, wie das Bild aussehen könnte. Trifft das euren Geschmack, drückt ihr drauf und speichert es ab. Ansonsten gibt es rechts noch die Möglichkeit, mit Hilfe der Regler die einzelnen Einstellungen entsprechend anzupassen. Ganz einfach, oder?

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Über die einzelnen Einstellungen werde ich gerne in meinem nächsten Beitrag berichten. Ich muss zugeben, dass ich noch nicht alles getestet habe. Deswegen möchte ich euch heute nur ein paar generelle Informationen zu dem Programm geben. Natürlich kann das Programm auch von Photoshop-Nutzern als Plugin gekauft werden. Darauf möchte ich aber nicht näher eingehen. Viel mehr finde ich es interessant, dass diejenigen, die das Photoshop-Abo als zu teuer empfinden, sich überlegen, knapp 150 EUR in ein genauso gutes und professionelles Bildbearbeitungsprogramm zu investieren. Deswegen ist die App-Variante von Exposure X2, also ein eigenständiges Programm, meiner Meinung nach viel attraktiver für meine Leser ;). Die App schaut übrigens auf dem Desktop so aus:

app

Wie viele andere Programme gibt es auch hier die Möglichkeit, sich von der Tauglichkeit bzw. Benutzerfreundlichkeit von Exposure X2 selbst zu überzeugen und das Programm ein Monat lang kostenlos zu testen. Sollte es nicht ausreichen, gibt es außerdem die Möglichkeit, den Testzeitraum sogar um weitere 30 Tage zu verlängern. In dieser Phase befinde ich mich im Moment ;).

Kaum zu glauben, aber kurz vor dem Ablauf des Testzeitraums habe ich eine Erinnerungsmail von Alien Skin bekommen, in der stand, dass ich bei Interesse einen neuen Code bekommen kann, um den Testzeitraum nochmal zu verlängern. Ich war echt begeistert, weil man oft in einem Monat nicht so viel Zeit hat, um ein Programm ausführlich zu testen, findet ihr nicht? Diese Möglichkeit habe ich sonst nirgendwo gesehen und ich habe bereits viele ähnliche Programme getestet.

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Was meiner Meinung nach erwähnenswert ist, ist die Tatsache, dass der Support sehr schnell auf Anfragen reagiert. Normalerweise kennen wir es sehr gut, dass man sehr lange auf eine Antwort warten muss, wenn man ein Problem oder einfach eine Frage zu einem bestimmten Programm hat. Bei dieser Firma geht es rucki zucki ;). Ich habe richtig gestaunt, als ich innerhalb von 10 Minuten den Code bekommen habe. Ich dachte echt, es wird Tage dauern oder dass ich es gar nicht bekomme ;).

organisieren

Jetzt nutze ich die Zeit und lerne das Programm richtig kennen. Das, was ich bisher gesehen habe, hat mich aber bereits vom Kauf überzeugt ;). Ich finde es sehr hilfreich, dass man sich auf der Seite auch Tutorials  anschauen kann, um „versteckte“ Funktionen zu finden. Die Tutorials sind zwar nur auf Englisch, aber man kommt damit gut zurecht, weil es genau gezeigt wird, was zu tun ist und Bild sagt schließlich mehr als tausend Worte ;).

tutorials

Da ich mich noch in der Testphase befinde und euch sozusagen live von dem Test berichte, habe ich es noch nicht rausgefunden, ob man hier auch – wie im Photoshop – mit Ebenen arbeiten kann, das erfahre ich aber hoffentlich  bis zum nächsten Mal ;). Ich weiß allerdings, dass man – ähnlich wie im Lightroom – die Bilder von der SD-Karte rauskopieren, sie ordnen, filtern, bewerten kann. Man kann den einzelnen Bildern auch Keywords vergeben und die Bilder dann nach den Keywords suchen. Praktisch, wenn man mehrere tausend Bilder hat.

organisation

Sonst fällt mir im Moment nichts mehr ein, ich melde mich aber zu dem Thema gerne nochmal. Mich würde einfach interessieren, ob ihr gerne solche Programme testet bzw. generell nutzt? Meine Bilder hier wurden übrigens mit Exposure X2 etwas nachgebessert ;). Ich bin sehr auf eure Meinung gespannt! Schönen Sonntag! Eure bilere

33 Gedanken zu “Bilder aufpeppen mit Exposure X2

  1. Frank

    ich arbeite als Fotograf schon seit 1994 mit Photoshop 3.0, jetzt CS5 – jedes Update war richtig teuer. Das ist, als wenn man einem das Haus wegnimmt und soll jetzt Miete zahlen. Ich hab mich noch nicht zu CC entschieden – werd ich auch nicht, es gibt so tolle Alternativen. So wie eben Exposure! ich habe seit heute die Testversion. Diese Software hat mich überrascht, dennn sie ist zeitsparend 🙂 tolle Sache….

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    1. Finde och auch. Ja, CC kostet schon was. Adobe sollte sich günstigere Preise überlegen, dann hätten sie auch sicher mehr Kunden. Ich habe einige Zeit gebraucht, um mich dafür zu entscheiden. Danke für deine Meinung! Schönen Abend! bilere

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      1. Frank

        Die CS „Cloud“ kommt für mich nicht und niemals in Frage. Und überhaupt halte ich nicht viel davon, meine Daten in eine Cloud zu laden, oder von da aus arbeiten zu müssen. Für die Entwicklung meiner Bilder ist nach wie vor Lightroom 6 mein Favorit, den gibts wenigstens noch richtig zu kaufen. Schade, dass ich damals kein CS6 mehr als Update bekommen habe. Da investiert man, so wie ich zwei Jahrzehnte in Photoshop (in DM u. EURos) und dann wird man aus heiterem Himmel „höflich“ zur Miete veranlasst… ist mir jetzt und künftig echt zu teuer.
        Dir ein schönes Wochenende…
        LG Frank

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        1. Lieber Frank, das verstehe ich gut. Leider kostet heutzutage alles viel Geld. Ich nutze erst seit kurzem CC, weil ich als Fotografiestudentin einen Rabatt für alle Adobe Programme bekommen habe :). Lg bilere

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  2. Pingback: Exposure 2 – Praxisbeispiele – bilere's Blog – Katarzyna Kuban

  3. Pingback: Auf dem Prato della Valle… | Freidenkerins Weblog

  4. Ich sehe mich als Amateur und kann und will mir keine bezahlten Bearbeitungsprogramme leisten. Ich habe ein paar gratis Programme auf dem PC installiert und pendle oft hin und her, da jedes andere Möglichkeiten bietet. Zur Zeit verwende ich am meisten „paint.net“ und manchmal „photoscape“. Manche Funktionen der Windows-eigenen Programmen nutze ich auch gerne. So komme ich gut durch! Deine Foto’s sind wieder Klasse 🙂

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    1. Liebe Lisa, das verstehe ich. Ich wollte auch lange Zeit keine kostenpflichtigen Programme nutzen. Irgendwann kam ich aber mit den kostenlosen nicht mehr aus. Wenn dir das gelingt, dann ist es super. Wichtig ist, dass du mit den Programmen zufrieden bist. Alles andere spielt keine Rolle! Danke dir! lg bilere

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      1. Die Unterschiede sind – zumindest für meine Begriffe – nicht grundsätzlicher Art. Mein Bekannter – der Profi – hat auf jeden Fall keine Probleme, zwischen PSP und PS hin und her zu springen. PSP wird gerne unterschätzt, weil es Amateure als Zielgruppe hat. Dabei bietet es um ein Vielfaches mehr Funktionen, als der durchschnittliche Nutzer benötigt. Außerdem laufen auch viele PS-kompatible Plugins problemlos unter PSP. Wer grundsätzlich intuitiv mit Software umgeht, kann sich hier schnell einarbeiten…

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  5. Das ist sehr interessant mit diesem Programmm. Ein Frage hätte ich dann doch noch: in welcher Sprache ist das Programm zu haben? Nur in englisch oder auch in deutsch? amazon hat es nicht im Angebot, im Gegensatz zu LR. Ich tu mich neuen Dingen schon ein wenig schwer. Aktuell bin ich noch immer mit Picasa am Basteln. Sicher nicht das Nonplusultra, aber ich bin ein Gewohnheitstier…
    Viel Vergnügen beim weiteren Probieren.
    Salut
    Helmut

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    1. Lieber helago, nur auf Englisch, aber es ist leicht zu bedienen ;). Ich glaube, jeder tut sich schwer mit neuen Programmen, aber man hat ja nichts zu verlieren. Kaufen würde ich es nicht, wenn ich es nicht kenne, aber testen tue ich gerne.
      Ich würde auch nicht sagen, dass Picasa nicht optimal ist. Das Wichtigste ist, dass du damit zufrieden bist. Danke dir. Lg bilere

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  6. Deine Beiträge sind immer sehr aufschlussreich. Ich habe das Programm bisher nicht gekannt, werde es aber sicher ausprobieren. Es klingt auf jeden Fall sehr interessant und wenn ich auch so schicke Bilder bekomme wie deine, dann hat es sich auf jeden Fall gelohnt. lg

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  7. Danke für den tollen Tipp und den schönen Artikel. Ich teste auch gerne solche und auch andere Prigramme. 30 Tage finde ich auch ausreichend für mich. Die Möglichkeit einer Verlängerung ist aber echt fein. Das Mädchenbild finde ich übrigens wunderschön! Du bist eine tolle Fotografin! Lg

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  8. Ich nutze Lightroom 3 und 6, die ich parallel installiert habe. Parallel weil ich über 10.000 Bilder in LR 3 habe und keine Lust hatte, das beim Import nach 6 was schief läuft. LR 6 habe ich noch als DVD bekommen. Das finde ich wie Du ebenfalls besser. Diese Gängelei von Adobe mit dem Online-Bezug ist echt nervend. Aber anderes Thema. Bei PS nutze ich die Uralt-Fassung 7, die meisten für meine Ansprüche ausreicht. Das ExposureX2 hört sich ziemlich gut an und die Ergebnisse sehen noch besser aus 😉 Da werde ich noch einen genaueren Blick drauf werfen. Oder ist es eher für people Fotografie geeignet? LG Simone

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    1. Liebe Fotohabitate, nein, ich denke, man kann Exposure für alle Bilder nutzen, auch für Landschaftsaufnahmen. Das ist keine reine Portrait-Software, denke ich zumindest ;). An deiner Stelle würde ich es 30 Tage testen lassen, danach bist du ja nicht zum Kauf verpflichtet ;).
      Was deine PS-Fassung betrifft, bin ich eh der Meinung, dass man in jeder Version die „Grundfunktionen“ hat. Die neueren Versionen haben natürlich Zusatzfeatures, aber die braucht ja nicht jeder.
      Das mit dem Transportieren von Bildern sehe ich auch als ein Problem. Man müsste sich eigentlich dreifach absichern, damit die Bilder nicht verloren gehen. Dafür braucht man aber wiederum Unmengen an Speicherplatz. Ich hatte leider auch mal einen Fall, dass meine SD-Karte beim Transportieren nicht mehr gelesen werden und keine Software meine Bilder retten konnte. Das war echt ärgerlich. Das kann auch beim Transportieren von einem Programm zu anderen passieren. Man müsste sich da was Besseren überlegen, aber was? 😉 Danke für deine Meinung! lg bilere

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      1. Das ist wirklich ärgerlich! Mir ist das ein Segen noch nie passiert – klopf klopf klopf – 😉
        Bei PS 7 ist nur ein Problem, das Du Bildbearbeitungen meist nur auf 8 und nicht 16 bit machen kannst. Das kann zu Qualitätsverlusten führen (z.B. Brandung). Dir noch einen schönen Sonntag!

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        1. ok, das ist dann natürlich nicht so gut. Ja, mit der SD-Karte bin ich seitdem vorsichtiger geworden. Ich hole mir die Bilder sofort auf die externe Festplatte und lasse sie dann auch noch auf der SD-Karte, bis ich die wieder für neue Aufnahmen brauche ;). lg bilere

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    1. Mit Gimp kenne ich mich nicht aus, aber ich habe gehört, dass es ein gutes Programm ist. Viele meine Freunde nutzen es. Schön, dass du damit zufrieden bist. Das ist das Wichtigste! Testen kostet ja nichts, deswegen probiere es einfach aus. 😉 lg bilere

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