Rawformat & Bildpunkte in der Fotografie


Habt ihr eigentlich gewusst, dass ein Bild aus zwei bis vier Millionen Bildpunkten besteht und dass jeder Bildpunkt 16,7 Millionen Farben haben kann? So ergibt ein Foto in der Auflösung von 1.600 x 1.200 Bildpunkte (Pixel) 1.920.000 Bildpunkte. Ist das nicht ein Wahnsinn? 😉 Dabei hat jeder einzelne Bildpunkt 24 Bit Farbtiefe.

Kinga im roten Kleid

Um einen Farbbildpunkt zu speichern, braucht man 3 Bytes. Für das Bild in der Auflösung 1.600 x 1.200 benötigen wir dann 5,76 Megabyte Speicher. Ist eine Menge, findet ihr nicht? Besonders wenn man die Tatsache berücksichtigt, dass die DSLR-Bilder noch viel größer werden (in der Regel zwischen 5.000 x 4000). Deswegen wundert es mich nicht, dass ich oft Meldungen von meinem Standcomputer bekomme, dass der Arbeitsspeicher voll ist und ich etwas löschen muss. Kein Wunder, ich bearbeite oft mehrere Bilder gleichzeitig und speichere die unfertigen Bilder im „Rawformat“ mit vielen Ebenen ab. Dadurch wird er natürlich sehr schnell voll ;).

Dominika_DSC7516

Wenn man das jeweilige Bild allerdings am Ende der Bearbeitung als JPEG (.jpg) oder TIFF (.tif) abspeichert, dann verliert das Bild an 5-15% der ursprünglichen Größe. Vorausgesetzt den Fall, dass man natürlich im RAW-Format fotografiert. Ich gehe aber davon aus, dass ihr  alle das tut. Schließlich hat man mit dem verlustfreien Format – so wird Raw oft genannt – viel mehr Spielraum als mit einem JPEG-Bild. JPEG-Bild wird bereits komprimiert und verliert viele Informationen, bevor wir es bearbeiten. Das RAW-Bild besitzt im Gegenteil alle Informationen, ist aber sehr groß und nicht mit allen Programmen kompatibel (besonders beim Verschicken an Dritte zu beachten). Ich empfehle euch trotzdem, immer im RAW zu fotografieren, weil man eine RAW-Datei sehr schnell in ein JPEG umwandeln kann. Umgekehrt ist es nicht möglich ;).

Stefan mit dem Buch_DSC8099

Ich würde gerne von euch wissen, ob ihr immer im RAW fotografiert bzw. welche Kameraeinstellungen für euch wichtig sind? Ich wünsche euch einen schönen Sonntag! Bis nächste Woche! Eure bilere

20 Gedanken zu “Rawformat & Bildpunkte in der Fotografie

  1. Schon habe ich wieder was gelernt. Ich wußte nicht, dass Bild in RAW besser sind.Gerne lerne ich dazu, danke für deinen Hinweis.Meine bevorzugte Einstellung ist JPEG. Die Frau im roten Kleid gefällt mir sehr gut. Das Bild hat was.

    Salut
    Helmut

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    1. Vieler Helmut, vielen Dank. Ja, man lernt nie aus. Probiere es aus, besonders wenn du die Bilder nachher bearbeitest, wird der Unterschied bemerkbar. Mit jeder Veränderung des Bilder verliert es an Qualität als Jpeg. Im Raw-Format bleibt die Qualität :). Lg bilere

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    1. Lieber jupiterjovis, das freut mich aber sehr, dass ich dir weiterhelfen konnte. Das ist auch mein Ziel, diejenigen, die es nicht wissen, wie viele Vorteile ein Raw-Bild gegenüber Jpeg bringt, davon zu überzeugen ;). lg bilere

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  2. Ich fotografiere seit etwa einem halben Jahr nur noch jpg. Allerdings liegt das daran, dass meine alte Lightroom Version die neue Kamera nicht unterstützt und ich noch auf das Update (v6) spare. Aber momentan bin ich zufrieden mit dem, was die Kamera an jpgs produziert.

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  3. Selbst meine aktuelle Bridge hat RAW. Wer dieses Format ungenutzt lässt, ist selber schuld. Die große Datenmenge ist bei der heutigen Computerhardware eigentlich kein Problem mehr – vor dem Archivieren sollte man ohnehin die Spreu vom Weizen trennen, und Arbeitsspeicher lassen sich aufrüsten. Gruß Michael

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  4. Ich fotografiere ausschließlich im RAW-Format. Allerdings erst, seitdem ich vor fünf oder sechs Jahren von einer Freundin, die auch leidenschaftlich fotografiert, darauf aufmerksam gemacht worden bin. Ich weiß noch sehr gut, wie erfreut und erstaunt ich die erste Zeit über die im Vergleich zum JPEG-Bild hervorragende Bildtiefe und Präzision gewesen bin…
    Anfangs bin ich von Exposure X 2 nicht allzu begeistert gewesen, doch inzwischen bearbeite ich sehr gerne damit. Es sind zwar bei weitem nicht alle Fotos dafür geeignet, dennoch möchte ich dieses Programm nicht mehr missen. So rechne ich seit Tagen schon fleißig, an welcher Stelle ich in meinem Haushaltsplan einsparen könnte, um diese Software zu erwerben. 😉
    Herzliche Grüße, und vielen Dank für so viele lehrreiche und gute Ratschläge und Inspirationen!

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    1. Sehr gerne. Es gibt einen großen Unterschied zwischen Raw und Jpeg. Die Qualität der Bilder, besonders bei der Bearbeitung, ist im Raw- Format viel viel höher als im Jpeg. Exposure X2 ist ein cooles Programm. Ich bin ein Fan davon. Lg bilere

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