Fotografie – nur Hobby oder viel mehr?


Kennt ihr das Gefühlt, wenn ihr euch für etwas so sehr interessiert, dass ihr so viel Zeit wie möglich damit verbringen wollt, das „Thema“ noch weiter zu vertiefen? Man liest alles Mögliche, schaut sich Sendungen, Video zu dem Thema an bzw. fängt das Studium in dem jeweiligen Bereich an. Ich glaube, ihr wisst es sehr gut, worauf ich hinaus will, oder?
Kapmargerite_DSC1592.JPG

So geht es mir auf jeden Fall mit der Fotografie. Ich habe mich riesig darauf gefreut, das Studium anzufangen. Nicht nur, weil ich viel Theorie dazu lernen konnte, die ich noch nicht so richtig im Kopf hatte, sondern weil ich es auch als eine neue Herausforderung gesehen habe, auch Sachen zu fotografieren, die ich im täglichen Leben nicht unbedingt fotografieren würde. Somit erweitert man doch nur seine Horizonte, oder nicht? Privat konzentriere ich mich die letzten Monate nur auf die Menschenfotografie und in meinem Studium muss ich auch Produktfotografie, Studiofotografie (Juhuu!!!) bzw. Architekturfotografie betreiben. Ich fand es am Anfang etwas „anstrengend“, weil man sehr viel Zeit dafür investieren muss – wir müssen von einem Seminar ung. 15 Fotos mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten machen – und wenn man privat schon mal mit vielen Shootings angespannt ist, dann bleibt sehr wenig Zeit für andere Bereiche übrig.

Weiße Margerite_DSC1597

Jetzt stelle ich aber mit großer Freude fest, dass es sehr schön ist, die Regeln für andere Bereiche kennenzulernen, die trockene Theorie in die Praxis umzusetzen und sich in vielen Bereichen einfach auszutoben. Das ist echt toll! Ich kann es nur weiterempfehlen!!!! :). Also wenn jemand von euch darüber nachdenkt, nebenberuflich ein Fotografie-Studium abzuschließen, dem sage ich nur „Tue es! Du wirst es nicht bereuen!“. So viel dazu.

Justyna_DSC0051.JPG

Ich möchte aber auch kurz auf das Thema Blende, Belichtungszeit und ISO eingehen. Wir wissen ja alle, dass es drei Faktoren sind, die zu einer gelungenen Aufnahme führen – aus der technischen Sicht versteht sich. Natürlich ist der Mensch hinter der Kamera auch sehr wichtig. Schließlich muss er zuerst die Idee haben, wie er was gerne fotografieren möchte und die Idee dann auch richtig umsetzen. Das ist oft mein Problem. In meinem Kopf schweben so viele tolle Gedanken, wie ich was gerne fotografieren würde. Oft klappt es aber am Ende nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe. Geht es euch manchmal auch so? Woran kann es liegen? Ich weiß auf jeden Fall, dass man in solchen Momenten nicht aufgeben soll! Nur Übung macht den Meister! Denkt daran, auch wenn ihr manchmal verzweifelt mehrmal probiert, ein gelungenes Bild zu schießen. Am besten, wenn man die eigene Entwicklung beobachtet und eines Tages feststellt, dass man sich stark entwickelt hat. Woran erkennt man das? Ganz einfach: Schau dir einfach deine Bilder an, die du vor einiger Zeit gemacht hast. Viele davon werden sicher nicht so gut sein und du fragst dich, „wie konnte ich diese Aufnahme machen? Da gibt es doch diese und diese Fehler“. Mir geht es auf jeden Fall so und euch?

Kasia im Spiegel_DSC0211

Wenn wir aber zurück zu dem Thema Blende, Belichtungszeit und ISO kommen, muss ich ehrlich zugeben, dass ich es immer für richtig gehalten habe, im manuellen Modus zu fotografieren. In meinem Studium habe ich aber erfahren, dass es gar nicht notwendig ist, in dem Modus zu fotografieren, es sei denn man macht Studiofotos. Nicht umsonst gibt es die hilfreichen Tasten auf jeder Kamera mit Zeit– bzw. Blendenautomatik. Selbstverständlich sollte man die reine Automatik (das grüne Knopf)  gar nicht verwenden, weil man da gar keine Freiheit mehr hat und die Kamera alles für den Fotografen übernimmt. Mich würde einfach interessieren, in welchem Modus ihr so fotografiert und warum? Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag! Eure bilere

31 Gedanken zu “Fotografie – nur Hobby oder viel mehr?

  1. Für mich die Fotografie eines meiner zahlreichen Hobbys die ich sehr gerne ausübe. Inzwischen habe ich meine „Probezeit“ bei den Fotofreunden beenden können und bin nun Mitglied. Das freut mich sehr. Gleichzeitig ist es für mich eine Herausforderung meine erste Ausstellung (drei Bilder) zum Thema „Verkehr“ (Autos, Personen, Züge, Schiffe usw.) zu gestalten. In Kamerun gab es einige sehr interessante Motive.
    Viel Erfog beim Studium
    wünscht
    Helmut

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    1. Deine erste Ausstellung? Gratuliere! Ich bin gerade auf dem Weg nach Grado und hab gemerkt, dass es sehr schwierig ist, am Handy die Kommentare zu verfassen :). Ich bin auf deine Kamerun Bilder sehr gespannt. Lg bilere

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  2. Deine Bilder sind wieder sehr schön. Es ist schön, wenn sich jemand für eine Sache so begeistern kann, wie du für die Fotografie. Du bist auch sehr begabt! Was die Einstellungen betrifft, verwende ich gerne die AV oder die Verschluss Voreinstellung, je nachdem auf was es am meisten ankommt. Ich beobachte aber, wie sich die anderen Werte anpassen, sodass ich evtl. die Einstellung ändern kann. Die Fokussierung mache ich immer manuell.
    LG Lisa

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  3. Ich kenne das Gefuehl sehr gut, wenn man für etwas brennt und immer Neues lernen möchte. Ich finde es sehr schön, wenn man eine Leidenschaft hat, wie in deinem Fall die Fotografie. Wie immer wuderschöne Bilder. Es wird einem wärmer am Herzen, wenn man sich die Bilder anschaut und an das Wetter draußen denkt. 😉 Lg

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  4. Das letzte Foto ist dir hervorragend gelungen, es ist nicht nur wunderschön, sondern auch überaus faszinierend…
    Ich geb’s zu, ich bin, was das manuelle Einstellen anbelangt, ein richtiger „Faulpelz“, ich nutze ausgesprochen gerne die verschiedenen Voreinstellungen meiner Kamera für Landschaft, Portrait, Sport, Makro etc., und kitzele die Feinheiten meiner Bilder dann lieber beim Bearbeiten heraus. 😉
    Auch wenn es mir am Handwerklichen mangelt, für mich ist das Fotografieren neben dem Schreiben und Lesen die größte meiner Leidenschaften. 😉 Bei mir wurde vor kurzem eine Muskelschwäche festgestellt, die nicht nur die Füße und das rechte Bein, sondern wohl auch die Arme und Hände in Mitleidenschaft gezogen hat. Eine Ursache konnte bis jetzt noch nicht ausfindig gemacht werden. Ich hoffe darauf, dass ein weiterer Besuch beim Neurologen Anfang Mai Klarheit bringen wird. Meine größte Angst ist – und das ist kein Witz! – dass ich eines Tages nicht mehr dazu in der Lage sein könnte, eine Kamera zu halten. So sehr liebe ich die Fotografie. 😉 Aber ich bin zuversichtlich, dass sich alles zum Guten wenden wird.
    Herzliche Grüße!

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    1. Liebe freiedenkerin, dann drücke ich dir ganz fest die Daumen, dass du gesund bleibst! Leider haben immer mehr Menschen diese Krankheit. Ich habe auch keine Ahnung, woher die kommt…wie auch viele andere Krankheiten. Wie auch immer, du wirst sicher die Kamera noch lange in der Hand halten können! Ich glaube ganz fest daran! Ganz liebe Grüße & alles Gute! bilere

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  5. Liebe Kati, das freut mich sehr, dass Dir Dein Studium so viel Spaß macht! Deinen Bildern sieht man auch Deine Weiterentwicklung an. Toll umgesetzt! Super!
    Ich nutze fast ausschließlich im AV-Modus, es sein denn ich fotografiere unter kontrollierten Bedingungen (Innenaufnahmen) oder extremen hell- und dunkel-Kontrasten. Da behalte ich dann die bevorzugte AV-Aufnahme im M-Modus.
    Dir eine erfolgreiche, spannende und freudevolle Woche! LG Simone

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    1. Vielen Dank! Ja, diese Einstellungen nutzen auch viele andere Fotografen. Ich habe mir aber den manuellen Modus angewöhnt und mag irgendwie nicht mehr umzulernen ;). Ich wünsche dir auch noch einen schönen Sonntag und eine gelungene Woche! glg bilere

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  6. Darf ich mal fragen, wo Du das nebenberuflich studierst? Das würde mich extremst interessieren, weil ich mir das auch immer wieder überlege, aber unter den vielen vielen vielen Anbietern nicht so recht durchblicke…
    Ich fotografiere fast nur manuell, was einfach mit meiner persönlichen Vorliebe zu tun hat, nämlich sehr kontrastreich und eher dunkel zu fotografieren. Das leisten mir die entsprechenden Voreinstellungen nicht. Oder aber ich mache Langzeitbelichtungen, da ist es mit der Automatik auch nicht so weit her. Wenn ich Makros mache, dann nehme ich häufiger eine automatisierte Einstellung, weil ich dann so darauf konzentriert bin, das Ding scharf zu kriegen, dass ich mich mit anderen Einstellungen nicht rumärgern will. Die ISO ist bei mir außerdem meist der bestimmende Grundfaktor. Ich hasse Rauschen im Bild und das tritt bei mir ja gerade schnell auf, bei dunklen Bildern und langen Belichtungszeiten. Darum lege ich die so niedrig wie möglich an und baue Belichtungszeit und Blende drum rum. Aber es kommt auch immer drauf an. Wenn ich meinen Hund fotografiere, ist die ISO natürlich hoch… Es kommt wirklich drauf an, was ich gerade vor habe…

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    1. Liebe Laoghaire, klar gerne. Es ist gar kein Geheimnis, ich studiere an der LIK Akademie in Wien, aber du hast Recht. Es gibt viele Anbieter und es ist schwer, sich für einen zu entscheiden. Ich habe auch lange überlegt, welchen ich wähle. Es haben dann aber viele Faktoren dafür gestimmt: Der Preis, die Studienzeit und die Dozenten. Ich habe viel Gutes über die LIK Akademie gehört und ich kann nur an Wochenenden studieren, was nebenberuflich sehr praktisch ist. Man muss natürlich sehr viele Aufgaben unter der Woche erledigen, aber wenn man es gerne tut, ist es auch kein Problem. Ich weiß jetzt leider nicht, aus welcher Stadt du kommst, die Akademie gibt es aber – glaube ich – in Deutschland auch. Anbei der Link zu der Seite: https://www.likakademie.com.
      Was die hohe ISO-Zahl und das Rauschen betrifft, habe ich gar kein Problem damit. Manche Fotografen fügen sogar das Rauschen als Textur im Photoshop extra ein ;). Es ist aber natürlich Geschmacksache. lg bilere

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    2. Nein, ich glaube, ich habe mich getäuscht. Die Lik Akademie gibt es nur in Österreich. Sorry. Aber kennst du die Akademie Deutsche Pop? Die klang für mich damals auch interessant. Sie bieten in DE auch ab und zu mal kostenlose Kurse an. lg

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