Fotopläne für 2018


Im Neuen Jahr nimmt man sich immer vieles vor. Man möchte abnehmen, etwas Neues lernen, netter zu anderen Mitmenschen werden und und und. Nicht umsonst sagt man immer „Neues Jahr neues Glück“. Ich persönlich fand das letzte Jahr gelungen, zum Teil aber auch ziemlich stressig. Ich habe mein Fotostudium und Grafikstudium abgeschlossen. Ich habe meinen Job gewechselt. Ich habe angefangen, mich auf die Menschenfotografie zu konzentrieren und viele Outdoor Shootings zu machen. Ich habe meine neue Website http://kkuban.eu veröffentlicht und angefangen mehr Sport zu treiben (Fitnessmitgliedschaft, öfters Joggen). Das meiste ist mir auch ganz gut gelungen.

Justyna mit dem Koffer_DSC3914

Dieses Jahr möchte ich aber noch besser werden. Was heißt das genau?

Ich hoffe, ihr habt das Neue Jahr auch gut gestartet und euch bestimmte „Vorsätze“ fürs Neue Jahr vorgenommen? Ja, die Vorsätze…das Wort verbinde ich nicht unbedingt mit positiven Gefühlen. Es stresst mich eher, wenn mich jemand fragt: „Und, was hast du dir für dieses Jahr vorgenommen?“ Dann frage ich mich immer: „Muss ich mir etwas vornehmen? Wird mein Leben ohne Vorsätze nicht funktionieren? ;)“.

Stresst es nicht eher, wenn man sich etwas vornehmen muss, weil die Gesellschaft es verlangt oder weil es die Anderen tun? Und wenn man etwas nicht schafft, wird man da nicht eher deprimiert?

Justyna an der Brücke_DSC6794

Ja, ich spitze das Thema etwas zu, um zu sehen, wie ihr darauf reagiert.

Natürlich nehme ich mir auch etwas im Neuen Jahr vor, aber nur weil ich es gerne mache und nicht, weil die Gesellschaft es verlangt. Ich freue mich, dass ich 2018 mein Hobbydie Fotografie – noch weiter vertiefen kann. Ich habe mir vorgenommen, meine Shootings noch weiter auszubauen und mich noch besser und professioneller auf sie vorzubereiten.

Ich möchte z.B. ein paar Models, die ich letztes Jahr fotografiert habe, dieses Jahr nochmal kontaktieren und mit ihnen erneut Shootings zu machen, um einen Vergleich zum letzten Jahr zu haben. Nur so sehe ich die Entwicklung. Die gibt es natürlich. Ich erkenne bei der Vorbereitung eines Shoots vieles, was ich vorher nicht gesehen habe:

  • die einzelnen Haarsträhnen am Gesicht des Models, die schwer wegzuretuschieren sind
  • die Körperspannung des Models: gekrümmt, nicht gerade, Po nach hinten usw..
  • Die Positionierung der Hände, nah am Körper, beim Halbportrait in der Nähe des Gesichts
  • Der Blickkontakt, nicht direkt in die Kamera schauen, sondern an ihr vorbei bzw. nach oben/unten oder seitlich schauen.
  • Entfernen der störenden Elemente an den Händen wie Ringe, Uhr usw. oder an anderen Körperteilen.
  • Der Hintergrund: Ruhig, keine Äste, die vom Kopf wachsen und viel mehr.

Justyna verträumt_DSC5771

Das alles und noch viel mehr ist mir vor einem Jahr nicht aufgefallen. Woher denn, sowas lernt man erst mit der Zeit. Ich kann aber auch nicht behaupten, dass ich es durch mein Fotografiestudium gelernt habe. Nein, ich habe es durch meine Praxis gelernt. Der Spruch: „Übung macht den Meister“ trifft hier richtig zu!

Bildretusche im Neuen Jahr

Das zweite, was ich mir vorgenommen habe, ist, mich noch mehr auf die Retusche zu konzentrieren. Ich liebe Photoshop. Ich könnte stundenlang Bilder bearbeiten. Das könnte auch mein Beruf werden: die Bildretusche ;). Wenn ich meine Bilder bearbeite, möchte ich euch ein Vorher und ein Nachher zeigen, sonst kann man nicht nachvollziehen, was geändert wurde.

Justyna mit dem Koffer_DSC3893

Es ist mir klar, dass nicht jeder Bildretusche oder Composing mag. Letztens habe ich meinen Ex-Arbeitskollegen getroffen und als ich ihm gesagt habe, dass ich meine Bilder bearbeite, meinte er: „Das würde ich an deiner Stelle nicht laut sagen.“ Da dachte ich mir: „Das ist echt lustig. Er hat keine Ahnung von der Fotografie.“ Dann fiel mir aber auf, dass viele Menschen, die meine Bilder sehen, keine Fotografen sind und es nicht wissen, dass die Bearbeitung oft dazu gehört bzw. dass es auch eine Kunst ist, eigene Bilder bearbeiten zu können (ich möchte hier keinem zu nahe treten, der es nicht tut! :)). Wie auch immer, natürlich sollte die Retusche nicht sofort zu sehen sein. Die Bilder sollen trotzdem natürlich aussehen. Das ist mein Ziel für dieses Jahr ;).

Und wie sieht es mit euch aus? Irgendwelche Pläne oder Vorsätze?

Schönen Sonntag! Eure bilere

19 Gedanken zu “Fotopläne für 2018

  1. Retouching photos is fine with me. I do it with most of mine to adjust small amounts of contrast, levels, and colors. I want the picture to look its best and very natural…whatever that means. 🙂 What is the difference between making adjustments to the camera before the photograph and making adjustments to the photograph after it is made? Both are efforts to reach the same goal.

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  2. NEIN, Vorsätze habe mir für dieses Jahr NICHT gemacht ! Ich brauche keine. Mein Ziel 2018 bessere Fotos machen, um 2020 in die Ausstellung aufgenommen werden zu können. Aber wir haben ja noch ein Bildbewertung. Mal sehen welche Bilder ich vorlegen werde. Ach ja, wird hätten dich als Fotogefin für unsere Hochzeit wählen können. Blöd, dass mir das erst jetzt einfällt. Ich bin nicht besonders zufrieden mit den Bildern.
    Wir werden auch heuer zur Fotokina nach Köln fahren und ich werde dabei sein. Menschenfotographie ist ein sehr spannendes Thema. Ich wünsche dir viel Erfolg und Freude bei deinen Vorhaben.

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    1. Lieber Helmut, schön von dir wieder zu hören und alles Gute auf deinem neuen Lebensweg mit deiner Frau. Ja, die Bilder hätte ich liebend gerne gemacht :).
      Das ist aber auch ein schönes Ziel, deine Bilder auszustellen. Ich drücke dir ganz fest die Daumen. Lg Kati

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  3. Ich habe mir fürs neue Jahr eigentlich gar nichts vorgenommen. 😉
    Ich treffe im WWW immer wieder Leute, die sichtlich stolz darauf sind, dass sie ihre Bilder nicht bearbeiten. Und das sieht man dann leider, leider auch – kippende Horizonte, schlecht gewählte Bildausschnitte mit störenden Leitungen etc… Ein Bild bearbeiten heisst meiner Meinung nach nicht, es komplett zu verfälschen, sondern es dem nahe zu bringen, was ich vor dem Fotografieren mit meinen eigenen Augen gesehen habe – eine Kamera „sieht“ ja das Motiv immer ein wenig anders als ich… 😉

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    1. Das hast du sehr schön erklärt. Eigentlich ist das Bild, das du machst, schon eine subjektive Sicht der Wirklichkeit. Man könnte ja an dieser Stelle schon sagen, dass jeder von uns diese Wirklichkeit anders sieht – Also als verfälscht einstufen könnte (ist aber schon sehr an den Haaren gezogen) ;).
      Ja, das mit den Horizonten sehe ich auch oft ;). Lg bilere

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  4. Ich nehme mir auch einiges im Neuen Jahr vor und tatsächlich bin dann deprimiert, wenn es nicht gelingt. Das hast du gut gemerkt. Deine Bilder sind wie immer wunderschön. Ich kann mir nicht vorstellen, wie man sie noch schöner machen kann. Viel Glück! 🙂

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