Eine Pause…


Manchmal braucht man eine Pause. Manchmal sollte man sie sich gönnen. Das habe ich auch getan und war die letzten Wochen nicht da für euch. In meiner Arbeit lerne ich viele Facetten des Lebens kennen und das nicht nur im Bezug auf die berufliche, sondern auch auf die private Ebene. Schließlich sind unsere Psyche, unser Wohlbefinden nicht nur in der Arbeit, sondern auch im alltäglichen Leben sehr wichtig.
Gülistan-Portrait_DSC6547
Vielen Menschen ist es nicht bewusst, wie wichtig es ist, das Leben jetzt zu leben, jeden einzelnen Augenblick bewusst zu leben und sich für die eigene Gedanken Zeit zu lassen. Wie viele von euch kennen es: Man frühstückt in der Früh und liest gleichzeitig Mails oder eine Zeitung. Man konzentriert sich gar nicht auf das Essen, merkt oft nicht mal, dass man überhaupt isst. Es gibt sehr viele ähnliche Beispiele, in denen wir unbewusst etwas tun. Hobbys sind eine Art Entspannung, eine Art Flucht in die andere Welt. Viele Menschen leben erst dann auf, wenn sie ihre kostbare Zeit einem sinnvollen Hobby widmen: sei es schreiben, fotografieren, malen oder einfach angeln.
Milica mit Apfel_DSC7514
Viele Menschen haben aber gar kein Hobby, das ist das Traurige daran. Sie „leben“ vom Tag zu Tag vor sich hin, man kann es nicht mal „LEBEN“ nennen, weil sie alles unbewusst tun. Wieso ist es so? Liegt es an der modernen Technik, die uns oft die Zeit für freies Denken raubt oder liegt es einfach daran, dass wir uns viel zu selten mit unserer Psyche oder auch unserer Seele beschäftigen? Gäbe es  nicht weniger Krankheiten, Sterbefälle in der Welt, wenn jeder mehr auf sich, auf das eigene Körper hören würde?
Wiola_DSC8226
Diese Gedanken mache ich mir schon seit einiger Zeit. Natürlich kenne ich nicht die Antwort drauf. Es ist aber gut so. Man muss nicht alles wissen. Viel wertvoller und wichtiger ist es, wenn man sich mehr auf sich selbst konzentriert und lernt, mit eigenem Körper umzugehen, auf ihn zu hören und jedes Anzeichen einer Veränderung nicht ignoriert, sondern beobachtet und entsprechend handelt, wenn die Notwendigkeit besteht. So einfach ist das Leben…
eure bilere

24 Gedanken zu “Eine Pause…

  1. Kerstin B.

    Ich hatte auch lange Zeit, dass ich einfach nur funktioniere. Immer genau das mache, was andere von mir erwarten und teilweise vor mich hinvegetiert bin oder versucht habe 5 Dinge auf einmal zu erledigen. Das Leben ist viel zu kurz. Man sollte sich auf jeden einzelnen Moment konzentrieren und alles ganz bewusst wahrnehmen. Genauso wie du das beschreibst.
    Durch das Bloggen verspreche ich mir, dass ich mir genau das bewusst mache, dass ich das Durchlebte reflektieren kann und mein Bewusstsein erweitere.

    LG Kerstin

    Gefällt 1 Person

  2. Schöner Beitrag von Dir ❤
    Ich sehe das wie Du. Mein baldiger Ex Mann hat auch immer gesagt – "wenn wir dann mal in Rente sind machen wir….. "- aber da bin ich erst in 17 Jahren. Ich will jetzt und hier leben und das Beste draus machen, nichts mehr aufschieben. Der frühe Tod meiner Freundin hat mir das ganz deutlich gemacht.
    Auch dabei ist frau nicht immer glücklich, aber wenn ich morgen tot umfallen würde dann hätte ich – glaube ich – alles gemacht was ich mir vielleicht mal irgendwann als Ziel gesetzt habe.
    Ich versuche mich auf die Menschen zu konzentrieren die mir wichtig sind, das Leben intensiver zu leben, sei es ein Buch von Anfang bis zum Ende zu lesen wenn ich gerade Lust darauf habe oder mit den Jungs ins Kino zu gehen auch wenn es gerade nicht so wirklich passt. Und dabei binich zufriedener als früher, wo das Leben irgendwie durch den Alltag einfach an mir vorbei gelaufen ist……
    Ich wünsche Dir alles Gute! ❤

    Gefällt 1 Person

  3. Vielen Dank bilere, für deine wichtigen Gedanken.
    Zum Abschnitt: „… das Leben jetzt zu leben, jeden einzelnen Augenblick bewusst zu leben …“ fällt mir folgende kleine Geschichte ein:

    Ein erfolgreicher Guru wird von anderen Gurus gefragt: „Du bist so viel ausgeglichener und hast viel mehr zufrieden Schüler als wir. Was machst du anders?“
    „Ganz einfach“, antwortet dieser, „wenn ich sitze, dann sitze ich. Wenn ich stehe, dann stehe ich. Wenn ich gehe, dann gehe ich.“
    „Das tun wir doch auch“, antworten da die andern.
    „Nein“, engegnet ihnen der Oberguru. „Wenn ihr sitzt, dann steht ihr schon und wenn ihr steht, dann geht ihr schon und wenn ihr geht, dann sitzt ihr schon.“

    Herzlichen Dank auch für die wunderschönen Bilder. Diese Models scheinen im Augenblick ganz bei sich zu sein, in sich zu ruhen.
    Beat

    Gefällt mir

          1. Dankeschön, superleckerer gemischter Salat und selbstgebackenes Vollkornbrot…

            Das Leben zu leben ist eine große Herausforderung für die meisten Menschen (ohne Überheblichkeit gemeint, da schließe ich mich ein!) Ablenkungen vom eigenen Wesen gibt es so viele, dass man ihrer kaum Herr werden kann. Und richtig, die Technik, eigentlich als Erleichterung gedacht, tut ihr eigenes dazu. Schön finde ich die Worte aus dem Zen: Besitz besitzt! Das trifft es sehr gut. Um all die Dinge, die ich besitze, muss ich mich kümmern, manches mehr, manches weniger. Es lenkt meist vom richtigen Leben (Gefühle, Sein, Mitmenschlichkeit) ab. Viele Menschen identifizieren sich mit Dingen, bewusst und unbewusst. Eine riesige Einschränkung, meine ich.

            Dieses Dahinvegetieren vieler Menschen (nach außen hin) kenne ich von sowohl von mir selbst als auch von anderen Menschen. Man funktioniert in diesen Phasen, da findet wenig Entwicklung statt, was zu emotionaler Armut oder emotionalen Mangeln kommt. Wer gut im sozialen Umfeld und in der Arbeitswelt funktioniert ist anerkannt, und es gibt (vermeintlich) Sicherheit. Aber eigene Erfahrungen mit sich selbst kommen zu kurz, was, wie Du sagst, und ich auch meine, nur zu Krankheit führen wird.

            Deine Bestandsaufnahme trifft es schon sehr gut, zumindest ist es das, was meine Erfahrungen belegen. Doch darin sind wir Menschen richtig gut, in der Beschreibung von Ist-Zuständen, oder? Aber (ja, man fängt keine Sätze mit „Aber“ an😊) was machen wir, damit es besser wird? Vorbild sein? Es predigen, weitersagen, wo es geht? Vielleicht ein Weg. Ist schwer in unserer totalen Überfluss-Gesellschaft, aber vielleicht regt sich was. Meine Kinder kann ich beeinflussen. Mit Freunden diskutieren. Bei Change.org manche Petition zeichnen. Was noch? Kann man in die Schulen ein Fach „Leben“ einführen? Fände ich toll! Ich glaube, ich könnte noch vieles mehr schreiben, aber ich denke, Katarzyna, es ist erst mal genug… 😊 Freundliche Grüße vom Mittelrhein und Deine Bilder sind so, wie ich sie auch empfinde, ich könnte viel mehr davon machen… und bei Dir gerne immer wieder sehen… tolle Arbeiten… mit den „richtigen“ Menschen vor der Kamera, die so sind, wie Ihr Eure Arbeiten dachten. 💪👍🙋 Olaf

            Gefällt 1 Person

            1. Das hast du sehr schön geschrieben, vielen Dank. Ich denke oder hoffe, dass sich die Welt eines Tages ändern wird. Es muss klein bei dir und mir anfangen. Viele Menschen, die etwas schlimmes in ihrem Leben erfahren haben (ob eine Krankheit oder etwas Ähnliches), ändern oft ihre Einstellung zum Leben. Man muss aber früher erwachen, damit es nicht so weit kommt. Religion, Meditation & Co. liefern meiner Meinung nach Antworten auf die Fragen zum Sinn des Lebens und helfen diesen Menschen beim Alltag. Ich habe das Glück, in einer Firma zu arbeiten, die auf den einzelnen Menschen schaut, die dafür sorgt, dass jeder einzelne Mitarbeiter gerne zur Arbeit kommt. Es geht dabei ums Vertrauen. Oft ist die Arbeit der Grund fürs Unzufriedensein, für depressive Stimmung, für Krankheiten usw…Wenn man aber innerlich ausgeglichen ist, schafft man alles…. Oh, das ist ein sehr breites Thema. 🙂 Schön, mit dir darüber zu schreiben. lg

              Gefällt 2 Personen

              1. Gleichfalls😊🙋 Mit der Arbeit hast Du dann wirklich Glück, es ist oft leider anders. An einer Gedenkstelle des 3. Reiches ist der Spruch „Arbeit macht frei“ zu lesen. Der Sinn dahinter ist damals, wie schon im Mittelalter und gestern nicht unterschiedlicher als heute. Wenn man Menschen mit soviel Arbeit überhäuft, dass sie immer müde und erschöpft sind, haben sie keine Zeit mehr für Gedanken irgendwelcher Art. Damit wird jede Kreativität (früher war es kritisches Denken) im Keim erstickt. Das muss der Mensch erst erkennen. Es versteckt sich gut. Hinter Konsum heutzutage besonders. Ein wirklich sehr breites Thema und es ist sehr spannend. Für mich, seit ich 14 war. Und das ist schon lang her. 😊 Du bist ja noch jung und ich finde es gut, dass Du darüber nachdenkst. 💪

                Gefällt 1 Person

                1. Ja, das sehe ich genauso. Den Spruch kenne ich auch. Ich denke, die Einstellung, was die Arbeit betrifft, ändert sich langsam. Viele Firmen erkennen, dass sie mit unzufriedenen Mitarbeitern einfach nicht weiter kommen. Bournout ist ein gutes Stichwort dafür. Schön, dass du dich schon so lange mit dem Thema beschäftigst. Ich war selber lange Zeit blind ;). Ich wünsche dir eine schöne Woche. Lg

                  Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.