Raw, Tiff oder Jpeg?


Es soll am besten immer schnell gehen: Bilder machen, sie herunterladen und schnell abspeichern. Auch die Dateien sollen am besten nicht so groß sein, damit die Festplatte nicht zu schnell voll ist. Große Dateien bedeuten aber wiederum hohe Auflösung und das hängt mit der Qualität des Bilder zusammen. Wie soll man dann am besten vorgehen?

Gudrun mit Zigarre

Ich erwähne das wahrscheinlich zum 1000-sten Mal, wie wichtig es ist, Bilder im Raw-Format zu machen. Erstens ist Raw eben ein rohes Bild und das bedeutet, man kann mit dem Bild „alles“ machen, ohne an Qualität zu verlieren. Zweitens kommt das Bild unkomprimiert aus der Kamera und die Qualität kann erst dann verloren gehen, wenn man es im Photoshop oder einem anderen Bildbearbeitungsprogramm bearbeitet und als Jpeg abspeichert.

Ela_DSC3939

Es gibt verschiedene Raw-Formate, die kameraabhängig sind. Nikon hat z.B. eine NEF-Datei, Canon CR2, Olympus ORF. Die Formate sind miteinander nicht kompatibel, was bedeutet, ich kann nicht von einer Nikon-Kamera zu einer Canon-Kamera schnell wechseln und die Speicherkarte mit meinen Bildern ablesen auf einer anderen Kamera ablesen. Das kommt aber selten vor, dass ein Fotograf beide Modelle zur Hand hat.

Irina mit Schreibmaschine_DSC2646

Viel wichtiger ist es, dass man die Möglichkeit hat, die RAW-Bilder zu TIFF- oder JPEG-Bildern umzuwandeln. TIFF ist ein Format für druckfähige Dateien. Ein RAW-Bild wird unkomprimiert zu einem TIFF-Bild umgewandelt. Es verliert nicht an Qualität und kann in voller (sehr hohen) Auflösung abgespeichert werden. Diese Bilder sind aufgrund ihrer Größe fürs Internet eher ungeeignet. Man nutzt sie für Druckdateien, z.B. ein Poster oder ein eingerahmtes Bild fürs Zuhause.

Gudrun am Tor_DSC3502

JPEG ist mit allen Kameras kompatibel. Jede Kamera kann auch Bilder in JPEG ablesen und sie abspeichern. Das ist einerseits gut. Andererseits wird das Bild bereits in der Kamera komprimiert und mit Verlusten von der Speicherkarte auf die Festplatte überspielt. Das bedeutet, bei jedem zusätzlichen Schritt im PS wird die Qualität des Bildes schlechter. Wenn man sich die Grauabstufungen bei einem RAW-Format im Vergleich zu einem JPEG anschaut, wird man schnell verstehen, welche Unterschiede es in der Qualität gibt. Ein RAW-Bild verfügt über 16.000 Grauabstufungen von schwarz zu weiß, während ein JPEG-Bild nur über 256 Grauabstufungen verfügt. Das ist ein riesengroße Unterschied, findet ihr nicht? Darüber hinaus können wir bei den Bildern im RAW-Format verlustfrei den Weißabgleich oder den Farbraum verstellen, während man im JPEG mit Qualitätsverlusten rechnen muss. Überzeugt? 😉 Was sagt ihr dazu?Ich bin wie immer auf eure Meinungen sehr gespannt! 🙂 Schönen Abend euch allen! Eure bilere